
Schon der Buchtitel "Schlampen im Schlafrock" deutet an, was den Leser erwartet.
Iris und Talia durchqueren Ecuador als Rucksacktouristen. Etwas länger halten sie sich in einem Hüttendorf auf. Dort treffen sie auf eine Gruppe Israelis. Man hängt ab, nimmt Drogen, genießt ungezügelten Sex.
Nach den von den Medien hochgeputschten Büchern "Feuchtgebiete" und "Axolotl Roadkill" scheint es keine Schamgrenzen mehr zu geben. An den - nach meinem Empfinden - ordinären, niveaulosen Sprachstil in den vorweg genannten Bestsellern will ich mich nicht gewöhnen. Im hier vorgestellten Text der Autorin Iris Bahr finde ich ihn wieder, gepaart mit Aussagen, deren Wert sich mir einfach nicht erschließen will: Iris hat einen "Krampf im Schließmuskel! Faszinierend! Schmerzhaft, aber cool." Was fehlt so vielen Menschen in unserer Gesellschaft, dass sie solche Romane verschlingen und millionenfach kaufen?
An einer Stelle spricht Iris mir allerdings aus der Seele (wenngleich nicht mit meinem Vokabular): "Wann hört diese Scheiße eigentlich endlich auf?" (S. 167)
Schade um die Zeit, die ich in diese Leseprobe investiert habe.
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mirsanmir schrieb am 01.09.2010:
Die schreibt nur Schwachsinn. Eine Story handelt vom Zug nach Machu Picchu. Die Züge haben sogar eine "Stewardess" wie im Flugzeug. Und dort öffentlich Drogen zu konsumieren wäre mehr als dämlich, die Gefängnisse dort sind voll von solchen Damen.
Auch ich bin vor ca. 8 Jahren mit dem Zug gefahren.
Das kommt alles aus ihrer Fantasie. Über viele andere Dinge in Südamerika hätte sie in dem Jargon schreiben können, aber über der Zug nun gerade nicht. Sie war noch nie dort!
Und wahrscheinlich auch nicht in Thailand.
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