
Der Leser wird mit den ersten Sätzen schonungslos an den grausamen Ort und die Behandlung der leidenden Merete Lyngaard versetzt. Sie wird in einem dunklen Verlies unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten. Auf eiskaltem Betonboden harrt sie seit 126 Tagen aus und weiß nicht, warum man sie gekidnappt hat. Der Autor zieht uns zu ihr hinab, und wir teilen ihre Klaustrophobie.
Nun kommt der 6. Juli: Merete hat Geburtstag. Ihre sadistischen Aufpasser schenken ihr Licht, ein Jahr lang ununterbrochen eingeschaltet - eine Folter, die ein Mensch kaum aushalten kann, ohne verrückt zu werden. Merete soll auf die Frage "Warum haben wir dich in diesesVerlies gesperrt?" eine Antwort geben. Da sie absolut nichts dazu zu sagen weiß, drohen ihr noch schlimmere Sanktionen ...
In einem zweiten Handlungsfaden wird die Arbeit des Kommissariats um Carl Mork und sein Team beschrieben. Die Akte über das Verschwinden von Merete Lyngaard, der designierten Parteivorsitzenden der Demokraten, haben sie längst geschlossen. "Selbstmord" lautete das abschließende Untersuchungsergebnis - obwohl man die Leiche nie gefunden hatte.
Doch nach fünf Jahren erinnern sich zwei Polizisten an diesen kriminalistisch unaufgeklärten Unfalltod, und der Fall wird wieder aufgerollt. Der Leser erfährt nun vieles aus Meretes Privatleben. Wer und was könnte einen Bezug zum Verbrechen haben, und welchen?
Spannung pur gemischt mit viel Psycho - eine optimale Voraussetzung für einen Thriller, den wir Leser sicher ganz vorne bei den Bestsellern finden werden.
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