
Dr. Wolfram Eberhardt Heckeroth, ehemaliger Kinderarzt, wohnt in einer Altbauwohnung in Schwabing. Seinem Lieblingssohn Albert hat er seine gut gehende Praxis weitergegeben. Seit 13 Jahren ist er glücklich verheiratet mit Babs, 35 Jahre alt. Auf ihre Zwillinge Leon und Noel können sie stolz sein.
Alberts jüngere Schwester Caroline ist Managerin in einer Firma für hochwertige Produkte der Chocolaterie Kerity AG.
Der jüngste Bruder Bertram ist gegen den Willen seines Vaters Architekt geworden. Er wohnt in seinem Haus im Bauhaus-Design und fährt einen dreißig Jahre alten VW-Porsche. Seine Geschäfte laufen nicht so wie erwartet; er hat Steuerschulden und muss Insolvenz beantragen.
Davon darf nichts an die Öffentlichkeit dringen, denn die Fassade der Familie Heckeroth muss immer gewahrt bleiben.
Umso Image-gefährdender ist die Nachricht, dass Albert seinen Vater im Wochenendhaus tot auffindet. Wer sollte ihm nach dem Tod getrachtet haben?
Das Münchner Team um Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort übernimmt die Ermittlungsarbeit.
Nach und nach ergibt sich für die Polizisten ein ganz anderes Bild der "harmonischen" Familie Heckeroth. Von dem allen unbekannten Lebenswandel des Familienoberhaupts sind sie schockiert, und immer mehr Personen - auch mit engsten Familienbanden - kommen unter Verdacht, den Patriarchen (den "Manipulator") getötet zu haben.
Inge Löhnig hat mit ihrem Krimi gute Arbeit geleistet. Immer neue Akteure betreten den Kreis der Geschichte. Wir erfahren etwas über ihre Charaktere und ihren Gesinnungswandel. So legt sie viele Spuren, die zwar immer einer Lösung nahe zu kommen scheinen, sich dann aber durch unerwartete Wendungen und Enthüllungen als falsch herausstellen. Sie beendet ihren Roman mit einem fulminanten Schluss.
Den Buchtitel finde ich nicht passend.
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