Leseeindruck zu »Das Lied der roten Erde« von Inez Corbi

Das Lied der roten Erde

von


Belletristik · Ullstein · · Taschenbuch · 464 S. · ISBN 9783548282145
Sprache: de · Herkunft: de

Moira in der Strflingskolonie - ob das gut geht?

Leseeindruck vom 24.11.2010 · 3 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert

Die Leseprobe beginnt mit einem Prolog: Irland im Mrz 1787. Ein kleiner Junge hat eine Zeitlang mit seinem Vater im Gefngnis verbracht. Der hatte ein Pferd gestohlen, und darauf steht die Todesstrafe. Als man seinen Vater gehngt hat, kann der kleine O'Sullivan gehen. Was wird im weiteren Verlauf der Handlung aus dem kleinen Jungen?

Dann beginnt der eigentliche Roman. Moira, die ltere Tochter der Familie Delaney, wird aus dem Schlaf gerissen. Heftige Strme toben ums Haus, hinzu kommt stndiges lautes Getrappel auf den Treppenstufen. Ihr Vater ist schwer erkrankt. Man hat schon nach Dr. McIntyre geschickt. Der diagnostiziert nach grndlicher Untersuchung einen Blasenstein und entfernt ihn.

Moira ist ein widerspenstiges Kind - ganz im Gegensatz zu ihrer hbschen, wohlerzogenen Schwester Ivy, die zur Freude ihrer Eltern handarbeitet, Klavier spielt, bezaubernd singt und schne Kleider liebt.

Moira aber schert sich nicht um diese hausfraulichen und gutbrgerlichen Knste; ihre ganze Liebe gilt ihrer trchtigen Stute. Ausgerechnet am Tag ihres Debtantinnenballs wird sie fohlen. Herausgeputzt wie eine Prinzessin fhrt Moira mit ihren Eltern zu dem Fest, um sich gleich nach dem ersten Tanz zu verdrcken, denn natrlich muss sie ihrer Stute beistehen.

Ein Skandal! Wie kann Moira ihre Eltern nur so blamieren? In der Annahme, man habe das Mdchen entfhrt, hatten sie schon den Constable nach ihr suchen lassen.

Es sieht so aus, also wollen ihre Eltern sie deshalb bestrafen und loswerden. Sie verheiraten sie ungefragt an den widerwrtigen alten Tattergreis Dr. McIntyre. Moira fhlt sich wie ein Stck Vieh verschachert. In der Hochzeitsnacht fordert McIntyre sein Recht, und voller Ekel lsst Moira alles mit sich geschehen.

Bald wird sie mit ihrem Ehemann den europischen Kontinent verlassen, denn McIntyre will auswandern. In der gerade erst gegrndeten Kolonie New South Wales (dem spteren Sydney) will er sich niederlassen. Fr Moira ist das ein unbekanntes Niemandsland, wo wilde Tiere leben und wohin England seine Strflinge zu verfrachten plant.

Bisher hat Moira kaum Glck in ihrem Leben gehabt; vielleicht bringt ja die Zukunft in der unbekannten "terra australis" eine Chance fr sie.

Dies ist ein flssig und leicht zu lesender Roman, in dessen Mittelpunkt Moira stehen wird. Sie hat alle Eigenschaften einer starken Frau mit Emanzipationspotenzial. Interessant wird berdies die Entwicklungsgeschichte des australischen Kontinents sein. Die Kolonisten werden herrschen, Besitz erlangen, reich werden wollen. Werden sich die unterdrckten Aborigines dagegen wehren? Wie wird das Experiment einer Strflingskolonie gelingen?

Diese Mischung verspricht gute Unterhaltung - und wird hoffentlich nicht von einer allzu "kitschigen" Liebesgeschichte, wie sie im Klappentext angedeutet ist, zugekleistert.


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