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Leseeindruck zu »Der Duft des Mangobaums« von Jan Winter

Der Duft des Mangobaums

von


Belletristik · Marion von Schröder · · Gebunden · 432 S. · ISBN 9783547711448
Sprache: de · Herkunft: de

Britannia, rule the waves! Leben im englischen Protektorat Malaya 1936

Leseeindruck vom 05.10.2010 · noch unbewertet · noch unkommentiert

Mit ihrem dreijährigen Sohn Albert verlässt Alma auf einem großen Passagierschiff die Hafenstadt Liverpool. Standesgemäß in einer großzügigen Kabine mit Fenster untergebracht, folgt sie ihrem Mann Howard nach Malaya, wo er vor anderthalb Jahren eine Gummiplantage gegründet hat. Während der langen Überfahrt lernt sie die unterschiedlichsten Menschen kennen.

Mit Walter Dickson, einem Junggesellen, ist sie schnell per Du. Er ist Polizeiinspektor und kehrt aus seinem Heimaturlaub zurück nach Hongkong.

Mrs Masterson, eine alte Schachtel, wünscht nicht mehr mit Alma am gleichen Tisch zu dinieren. So ein Kleinkind wie Albert nervt sie denn doch zu sehr.

Es ist Alma eine besondere Ehre, mit Lady Swindon, der Celebrity an Bord, zu parlieren. Auch sie reist ihrem Mann nach: Generalmajor Sir Malcolm, ausgezeichnet mit der höchsten Tapferkeitsmedaille des Vereinigten Königreichs, erwartet sie in Ceylon.

Ein paar arrogante englische Landsleute fallen durch ihre lauten, abfälligen Äußerungen über die Anwesenheit eines Asiaten unangenehm auf: "Was hat er auf unserem Deck zu suchen? Wir sind schließlich die Herren; sein Platz ist zu unseren Füßen." Lady Swindon bringt sie zum Schweigen: "Die Asiaten sind ein Kulturvolk. Wir dürfen Respekt nur von Menschen erwarten, die wir unsererseits respektieren."

Aber Samad, der Stein des Anstoßes, ist nicht das, was er den Herrschaften erscheint. Seine Mutter ist eine Cousine des Sultans. Er hat in Edinburgh Medizin studiert und reist nach Hause, um eine vor Jahren getroffene Vereinbarung seiner Eltern zu erfüllen, nämlich seine Vermählung mit der 14-jährigen Miriam. Im englischen Hospital von Penang, ganz in der Nähe von Almas neuer Bleibe, wird er dann praktizieren.

Bis auf einen Sturm über den Azoren verläuft die Überfahrt ruhig. Zu Silvester 1936 feiern die Teilnehmer (natürlich mit Ausnahme von Mrs Masterson) ein ausgelassenes Fest.

Nach der ausführlichen Beschreibung der Schiffspassage verspreche ich mir, nun vieles über das Leben in Malaya zu erfahren. Zwar gibt es schon viele Reportagen und Bücher zum Thema Kolonialismus, aber es ist noch lange nicht alles erzählt, und die Exotik der Stoffe und der Kulturen ist oft reizvoll. Das Vereinigte Königreich war die größte Kolonialmacht der Geschichte; Malaya war bis 1948 Protektorat.


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