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Leseeindruck zu »Die Ludwig-Verschwörung« von Oliver Plötzsch

Die Ludwig-Verschwörung

von


Historischer Roman · Ullstein · · Taschenbuch · 400 S. · ISBN 9783548282909
Sprache: de · Herkunft: de

Eine neue Legende um Ludwig II.

Leseeindruck vom 20.01.2011 · 3 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert

König Ludwig II und sein Psychiater wurden im Juni 1886 im Starnberger See tot aufgefunden. Es gibt eine offizielle Version, nach der Ludwig seinen Leibarzt erwürgt und anschließend im Wasser Selbstmord begangen habe. Aber bis heute zweifeln Experten an diesem Tathergang, und es gibt unzählige Erklärungsvariationen, die sich um den Tod des "Märchenkönigs" ranken.

Der Autor Oliver Pötsch hat in seinem Roman eine eigene Geschichte geschrieben, in denen er Fiktion mit historischen Fakten mischt.

Sein Roman beginnt an einem Oktobertag. Geschichtsprofessor Paul Liebermann wird vor der Tür des Antiquariats Lukas mit einer Spritze betäubt, in ein Auto geschubst und entführt. Erst im Wald kommt er wieder zur Besinnung und findet sich gefesselt. Man hat ihn in den Leib getreten, sein Gesicht blutig geschlagen und ihm soviel Laub und Erde in den Mund gestopft, dass er fast erstickt wäre. Vor ihm kniet ein edel gekleideter Mann, der mit "König" angesprochen wird. Der Saum seines weißen Pelzkragens ist mit Liebermanns Blut befleckt. Er hat den Mann foltern lassen, um ein bestimmtes Buch zu finden. Doch Liebermann schweigt wie ein Grab. Mit einem Kopfschuss wird er in dieses befördert.

Im Antiquariat Lukas könnte "König" fündig werden. Kurz vor Geschäftsschluss betritt er den Laden. Er suche ganz spezielle Literatur, sei interessiert an Augenzeugenberichten aus der Zeit von König Ludwig II. Lukas drückt sein Bedauern aus – so etwas führe er nicht – und ist froh, dass dieser selbstgefällige Herr sich damit zufrieden gibt und geht.

So ein Zufall! Denn am Nachmittag hatte Lukas zwischen einer Reihe Folianten zufällig ein Kästchen entdeckt, darin einige verblichene Fotografien von Ludwig II. und ein mit Elfenbeinintarsien verziertes Büchlein, betitelt "Memorabilien des Theodor Marot, Assistent von Dr. Max Schleiß von Loewenfeld". Das ist ein Schatz, den Lukas niemals hergeben will. Dass er dafür nun um sein Leben bangen muss, bekommt er schon auf dem Heimweg zu spüren: Drei schwarz vermummte Ku-Klux-Klan-ähnliche Gestalten mit brennenden Fackeln verfolgen ihn.

So gewissenlos "König" Liebermann erschossen hat, wird er auch nicht zögern, Lukas unter Druck zu setzen, um an die Aufzeichnungen zu gelangen. Ich bin gespannt, wie dieser kriminalistische Handlungsstrang weitergeht; noch reizvoller finde ich allerdings, zu erfahren, was Theodor Marot niedergeschrieben hat. Denn ein bisserl seltsam war Ludwig II. ja schon. Hier kann Autor Oliver Plötzsch wunderbar phantasieren und fabulieren.


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