Leseeindruck zu »Die Wahrheit über Alice« von Rebecca James

Die Wahrheit über Alice

von


Belletristik · Wunderlich · · Gebunden · 320 S. · ISBN 9783805250030
Sprache: de · Herkunft: au

Alice ist tot! Katherine, lebe endlich!

Leseeindruck vom 29.09.2010 · 5 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert

Katherine wäre doch besser mit zur Beerdigung von Alice gegangen. Sie hat nicht gesehen, wie der Sarg ins Erdreich versank, und nun wird sie den Geist nicht mehr los. Alice hatte Katherines Leben zerstört. Sie hatte ihr das Beste genommen, was sie je hatte.

Katherine, die Ich-Erzählerin, ist eine graue Maus; sie hält sich von ihren Mitschülern fern. Sie möchte nicht, dass irgend jemand von ihrem Geheimnis erfährt. Denn ihre Eltern und ihre Schwester sind in einer Nacht "zerstört" worden. Seitdem trinkt Katherine keinen Alkohol mehr. War sie so betrunken, dass sie keine Kontrolle über sich besaß, eine Schuld trägt?

Als sie den widerlich blasierten, arroganten Dan Johnson zur Schnecke macht, findet sie Beachtung bei Alice Parrie. Die Schönste und Begehrteste der Schule lädt Katherine zu ihrem 18. Geburtstag ein. Von nun an sind sie feste Freundinnen, Katherine fühlt sich verstanden. Sie gewinnt ihr Selbstwertgefühl zurück.

Mehrere Kapitel weiter wird Katherine Alices wahren, schäbigen Charakter kennenlernen. Während eines Abendessens mit Robbie, Alices Freund, erzählt diese hemmungslos, wie sie ihren Freund während eines Skiurlaubs betrogen hat. Ben, ein guter Bekannter von Alice, und seine Freundin sind zufällig auch an diesem Abend im Lokal. In gemeinsamer Tischrunde brüskiert Alice alle. Ganz sichtbar schiebt sie ihre Hand an Bens Geschlechtsteil ... Trotz Tränen und Wut finden alle Beteiligten wieder ihre Contenance und fahren sogar zu Alices Wohnung. Alice ist nicht mehr aufzuhalten; sie zerstört und beschämt, so gut sie kann. Mit aller Niedertracht drischt sie auf Katherine ein: "Warst du insgeheim froh, als deine perfekte Schwester getötet wurde?" Sie hatte von dem Geheimnis gewusst. Wie? Woher?

Alice und Katherine, zwei junge Frauen, haben offensichtlich schwere psychische Schäden. Anfangs unerkannt, tritt dann ihr krankes Ich hervor.

Ich liebe Romane, die sich langsam anschleichen, immer gefährlicher werden, nicht zu steuern sind, weil psychisch kranke Menschen ein nicht zu kalkulierendes Potenzial in sich tragen. In diesem Roman explodieren die Hauptprotagonisten, und die Kraft der Zerstörung endet vielleicht mit Alices Tod.

Absolut lesenswert!


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