Leseeindruck zu »Böse Dinge geschehen« von Harry Dolan

Böse Dinge geschehen

von


Kriminalroman · dtv · · Taschenbuch · 416 S. · ISBN 9783423248129
Sprache: de · Herkunft: gb

Lügen, nichts als Lügen

Leseeindruck vom 20.09.2010 · noch unbewertet · noch unkommentiert

David Loogan sitzt an einem nieseligen Tag im Café. Auf dem benachbarten Tisch liegt eine Ausgabe der Zeitung "Gay Streets". Eine darin veröffentlichte Geschichte über einen unschuldigen Mann, dem von einer wunderschönen Frau ein Mord angehängt wird, inspiriert Loogan zu einer eigenen Story über einen Killer, der sich auf Parkplätzen fürchtet. Als er die dritte und endgültige Version seines Manuskripts gerade bei "Gay Streets" einwerfen will, öffnet Tom Kristoll, der Herausgeber, die Tür. Er hatte die beiden zuvor anonym eingegangenen Fassungen bereits gelesen und bittet Loogan herein. Einen Lektor könne er brauchen – Schriftsteller gebe es im Überfluss.

Als neues Mitglied im Team wird Loogan zu den Sommerpartys bei Kristoll eingeladen. Dort lernt er Kristalls Frau Laura kennen. Bald pflegen die beiden in aller Heimlichkeit ein amouröses Techtelmechtel.

Eines Tages ruft Kristoll Loogan an. Etwas Furchtbares sei geschehen. Loogan solle bitte einen Spaten kaufen und möglichst schnell kommen.

Mit einem Auto voller Gartenbedarf aus dem Baumarkt – neben dem Spaten hat er Blumenerde, Unkrautvernichter und Arbeitshandschuhe gekauft – trifft Loogan bei Kristoll ein. Doch mit dem, was ihn da erwartet, hat er nicht gerechnet, und Kristolls Geschichte überzeugt ihn auch nicht wirklich: Ein Dieb, im Wohnzimmer in Notwehr erschlagen, soll nun im Park vergraben werden. Seltsam, die Leiche hat Striemen von einem Lederhalfter am Bein, und wo ist nun die Waffe?

Eine geniale "Räuberpistole" über zwei Männer mit dunklen Flecken aus der Vergangenheit auf ihren Westen ... Sie lügen sich die Hucke voll und wissen doch genau, dass beim jeweils anderen ebenso vieles nicht stimmt. Was ist Loogans Identität? Ist er "Ted Carmady", wie er der unsäglich neugierigen Kassiererin im Baumarkt erzählt? Und steckt hinter dem Killer mit der Parkplatzphobie aus seinem Manuskript möglicherweise seine eigene Geschichte?

Um Tom Kristoll steht's nicht viel besser. Er kannte den Dieb, hatte ihn in seine Wohnung gelassen und wollte um Gottes Willen nicht die Polizei rufen. Dabei sah doch alles ganz offensichtlich nach Selbstverteidigung aus ...

Ein Krimi, gespickt mit Situationskomik: Man genieße Loogans Einkauf im proppevollen Baumarkt – bloß schnell durch die Kasse und nicht auffallen! Das kann ja wohl nicht sein, wie er der Kassiererin erzählt, er verdiene sein Brot als Jongleur mit vier Spaten! Die Figuren sind einmalig, ihre Dialoge phantasievoll – das ist perfekte Unterhaltung. Ich bin gespannt, wie die Herren Lügenbarone ihre weiteren Abenteuer hinbiegen.

Bis hierher ist es Harry Dolan gelungen, in dem übersättigten Markt von Kriminalromanen stilistisch und inhaltlich auf sich aufmerksam zu machen. Lesen Sie dieses Buch – ich bin mir sicher, Sie werden nicht enttäuscht werden!


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