Leseeindruck zu »Die Nächste, bitte - ein Arzt-Roman« von Mia Morgowski

Die Nächste, bitte - ein Arzt-Roman

von


Belletristik · rororo · · Taschenbuch · 368 S. · ISBN 9783499256370
Sprache: de · Herkunft: de

Anti-Aging: Hier werden Sie geholfen!

Leseeindruck vom 11.04.2011 · noch unbewertet · noch unkommentiert

Irgendwann muss Dr. Paul Rosen seinem Vater stecken, dass er die alteingesessene Hausarztpraxis nicht übernehmen wird. Schließlich hat er sich durch viele Kurse weitergebildet und spezialisiert auf Anti-Aging, das immer mehr Interessenten gewinnt (von "Patienten" mag man da nicht sprechen). So ein Kunde ist bereit, jeden Preis zu zahlen, sofern er sich denn in null-Komma-nichts um Jahre verjüngt fühlt. Demnächst wird Dr. Rosen sich in Genf bei Professor Schümli vorstellen, dem anerkannten Schweizer Schönheitschirurgen mit Privatklinik. Mit der Anstellung dort wäre der angestrebte Karrieresprung gelungen.

Noch aber arbeitet er in Papas altmodischer Praxis und untersucht Frau Schlichting, eine regelmäßig vorbei kommende Patientin mit immer neuen Beschwerden: Mal ist es die zwickende Hüfte, der steife Hals, die Quietschgeräusche im Knie oder die Morgensteifheit. Dabei ist sie kerngesund. Nichtsdestoweniger sucht diese Spezies den Arzt ihres Vertrauens gern auf – der Unterhaltung wegen.

Heute ist sie etwas aufgebracht: Dr. Rosen hat ihren Brustkorb untersucht – obwohl sie es doch in der Schulter hat. "Grapschen Sie mir nicht an den Busen!", tadelt sie den Jungarzt. Dr. Rosen senior schaut kurz ins Behandlungszimmer, erfasst die Situation mit einem Blick und rettet sie mit einem Satz: "Paul! Hast du auch den Pectoralis untersucht?" Am liebsten hätte Dr. Rosen jr. sie hinauskatapultiert ...

Eine nette, nichtssagende Arztgeschichte. Alle Klischees werden bedient. Früher gab es Arztromane als billige Serienheftchen mit viel Schmalz und Gold-Einband, heute sind sie inhaltlich vielleicht etwas anspruchsvoller und als Taschenbuch zu haben. Wer sich in diesem Genre unterhalten lassen möchte, kann das mit diesem Roman ohne psychischen und physischen Schaden tun. Wenn er sogar lachen kann, stärkt das die Bauchmuskulatur, und Glückshormone werden auch ausgeschüttet. Kurzum: ein positiver Zusatzeffekt für Ihre Gesundheit. Sollte Ihre Haut beim Lesen in der Sonne Falten werfen, empfehle ich Ihnen als Geheimtipp Dr. Paul Rosen – einen vielgefragten Fachmann auf diesem Gebiet!


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