Leseeindruck zu »Rattentanz« von Michael Tietz

Rattentanz

von


Thriller · Ullstein · · Taschenbuch · 848 S. · ISBN 9783548282510
Sprache: de · Herkunft: de

Null ist nicht gleich Null

Leseeindruck vom 12.04.2010 · noch unbewertet · noch unkommentiert

Axel ist kein guter Schler, aber ein Computerexperte. Klausuren stehen an. Er entwickelt einen Virus, der sich im Schulnetzwerk breit machen und es lahmlegen soll. Leider unterluft ihm aber ein Schreibfehlerchen (eine Null zuviel im Zeitznderprogramm), und so werden die Prfungen ohne Zwischenflle abgehalten.
Am Tag X fallen pnktlich um 7:00 Uhr weltweit alle Systeme aus.
ber dem lndlichen Sdschwarzwald strzen Flugzeuge ab. Die Einheimischen eines kleinen Ortes entgehen knapp einer Katastrophe. Der Autor stellt sie mit feiner, nuancenreicher Sprache berzeugend dar. Unterschiedlichste Charaktere, in allen Facetten glaubhaft gezeichnet, wachsen dem Leser sofort ans Herz. Das ist eine absolute Strke dieses Romans.
Susanne und Frieder Fausts Ehe ist eine reine Zweckgemeinschaft. Sie ist ein bisschen dmmlich, er dagegen gibt sich, da Verdiener, als berechtigtes Familienoberhaupt. An seinem erwachsenen, immer noch arbeitslosen Sohn beit er sich allerdings die Zhne aus.
Ausgerechnet ein psychisch kranker Mann bleibt mit seinen Phobien im Aufzug stecken. In seinem Kopf leben drei Stimmen, die da ein Eigenleben zu fhren scheinen.
Gegenstze machen Michael Tietzs Roman so reizvoll. Abwrts geht es innerhalb einer Minute fr die Einheimischen, stellvertretend fr die Menschen der Industriestaaten. Ohne Strom und Wasser werden sie auf die Errungenschaften der Zivilisation verzichten mssen. Wie werden sie in dieser primitiven Umwelt leben? Helfen Sie sich gegenseitig, oder kmpfen sie ums nackte berleben, und jeder denkt nur noch an sich selber?
Nur aufwrts, vorwrts schauen die Top-Computerexperten. Sie werden in rasantem Tempo Firewalls und Hightech-Systeme erfinden mssen, um den Virus berholen und stoppen zu knnen! Entweder wird die Menschheit anschlieend in einer futuristischen, programmgesteuerten Welt leben, oder alles geht in einem Supergau unter.
Eine geniale, faszinierende Idee, sprachlich anschaulich und fesselnd umgesetzt. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass der Roman ein Schwergewicht ist, denn er fllt ber 800 Seiten ... Bleibt man bis zum Schluss dran?


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