Leseeindruck zu »Alles für die Katz« von Tom Cox

Alles für die Katz

von


Belletristik · List · · Gebunden · 304 S. · ISBN 9783471350195
Sprache: de · Herkunft: gb

Die Katze, der wahre Herrscher im Reich des Menschen

Leseeindruck vom 06.04.2010 · 1 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert

Diese Leseprobe kommt mir gerade recht. Ich bin bekennender, eingefleischter Katzenhasser und genieße, wie Tom Cox aus dem Nähkästchen plaudert. Das ist herrlich furchtbar zu lesen und bestätigt all meine Vorurteile. Mir sträuben sich ja schon die Nackenhaare, wenn ich "Miezekatze" nur höre (bzw. hier: lese).

Der Katzennarr, definiert als Hüter von mindestens sechs Stubentigern, ist in seiner männlichen Form seltener anzutreffen denn als weibliches Exemplar. Der harte Macker ist er aber nicht – im Gegenteil: Man muss gewärtig sein, in seinem Bette eine Teddysammlung vorzufinden. Schmuddeligkeit und schwindende Hygieneansprüche manifestieren sich in der Gestalt von Urinflecken auf dem Sofa. Es versteht sich von selbst, dass der Katzennarr jene eklig-obszöne Lieblingsbeschäftigung jeder Katze, stundenlang ihr eigenes Hinterteil abzuschlabbern, ignoriert.

Dass selbst einige Geistesgrößen und Machtmenschen gern mit diesen unerziehbaren Wesen zusammengelebt haben – Mark Twain, Isaac Newton und Winston Churchill zum Beispiel -, vermag meine eigene Abneigung keineswegs zu mildern.

Der Autor erzählt aus seinem Leben, beginnend mit seiner frühesten Kindheit, und stets umfasste die Familie auch feline Mitglieder. Beliebtestes Fotomotiv ist denn auch Tom mit Hinze im Arm. Auf dem Campingplatz in Italien schnurren ihnen zwei schwarzweiß Gestreifte nach – Evil und Knievel benannt. Mit dem elenden Dasein in einem Katzenasyl konfrontiert, erachtet die Familie es als selbstverständliche moralische Pflicht, die arme Kreatur zu befreien. Zum Dank kackt sie ordentlich ins Auto. (Das hätte ich den Leuten schon vorher sagen können.). Katzen sind und bleiben nun mal narzisstische, egozentrische, aristokratische, unerziehbare Wesen.

Super, mein Weltbild hat sich nicht verändert! Ein netter, unterhaltsamer Roman mit viel Augenzwinkern!

P.S.: Kennen Sie übrigens das köstliche Komplementärwerk hierzu? Das erste offizielle Katzenhasserbuch – ein giftiges Karikaturenbändchen von Skip Morrow (Parkland Stuttgart 1988). Zur Genugtuung aller Katzennarren ist es seit langem nicht mehr lieferbar, gelegentlich aber antiquarisch zu finden.


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