Leseeindruck zu »Rost« von Philipp Meyer

Rost

von


Belletristik · Klett-Cotta · · Gebunden · 464 S. · ISBN 9783608938937
Sprache: de · Herkunft: us

On the Road Again

Leseeindruck vom 25.05.2010 · noch unbewertet · noch unkommentiert

Pittsburgh, Pennsylvania, war bis 1987 der wichtigste Stahlproduktionsort der ganzen Welt. Mit dem Ende der ra verloren hundertfnfzigtausend Menschen ihre Arbeitspltze. Vor diesem Hintergrund trgt sich die Handlung des Leseprobe zu.

Der zwanzigjhrige Isaac English hlt das Leben mit seinem pflegebedrftigen Vater nicht mehr aus. Er bedient sich am Ersparten und macht sich davon. Kalifornien ist sein Ziel. Unterwegs hlt er noch bei seinem Freund Billy Poe. Ungeduscht, den Job verloren, auf Bewhrung aus dem Gefngnis entlassen, kann Isaac ihn nicht berzeugen, dass er mitkommt, neu anfngt und "ein Leben ... wie Gott gleich hinterm Haus" fhrt. Nur ein Stck des Wegs begleitet Billy seinen Freund. Der Regen fegt ber sie hinweg. In einer alten Maschinenhalle finden sie Unterschlupf.

Kurz darauf kommen drei Mnner herein: "Dies ist unser Platz!" Es kommt zu einem Handgemenge, bei dem einer der Mnner Billy packt, ihm ein Messer an den Hals drckt und ihm "an die Eier geht". Isaac will seinen Freund befreien, ergreift eine Kugel, wirft sie dem Typen an den Kopf und verletzt ihn dabei tdlich ...

Der Autor zeichnet uns ein dsteres Bild von einem Landstrich, der durch seine abgestorbene Industrie geprgt ist. Die Bltezeit ist lange vorbei. Heute verschandeln gigantische Ruinenfelder der teilweise abgerissenen Stahlwerke und Hochfen die Gegend.

Arbeitslosigkeit, sozialer Abstieg und zerrttete Familien sind kein guter Nhrboden. Am Beispiel der beiden Freunde fhrt uns der Autor die gesellschaftliche Problematik vor Augen. Isaac, ein kluger Schler, hat zwar die Chance zu studieren, ergreift sie aber nicht. Seine Mutter ist gestorben, die Schwester weggezogen. Wer soll den Vater pflegen, wenn nicht er?

Billy hatte frher jemanden erschlagen. Fr ihn war es Notwehr gewesen, aber keiner glaubt ihm. Und jetzt hat er seine Footballjacke mit Namen und Spielernummer neben der Leiche liegen gelassen. Ihm ist klar: Nach ihm, nicht nach Isaac English wird gesucht werden ...

Die Leseprobe verspricht einen aufwhlenden gesellschaftskritischen Roman auf sprachlich anspruchsvollem Niveau.


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