Leseeindruck zu »Prophezeiung« von Sven Böttcher

Prophezeiung

von


Klimathriller · Kiepenheuer & Witsch · · Gebunden · 400 S. · ISBN 9783462042788
Sprache: de · Herkunft: de

... und mit Geistesstärke / Tu' ich Wunder auch.

Leseeindruck vom 26.01.2011 · 1 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert

Sven Böttchers Roman "Prophezeihung" ist dem Genre Science-Fiction, Schwerpunkt Weltklima, zuzuordnen. Ein Weltbild vorherzusehen, das in absehbarer Zeit teilweise Wirklichkeit werden könnte, macht die Lektüre reizvoll.

Nach einer Abschiedsparty verlässt Klimaforscherin Mavie Heller Hamburg. Ihr ehemaliger Professor hat ihr einen interessanten Arbeitsplatz am Klimainstitut ILCO auf La Palma vermittelt. Bevor sie anfängt, muss sie einen Vertrag unterschreiben, der sie zu absoluter Geheimhaltung verpflichtet.

Sie wird dem Kollegen Thilo Beck, einem arroganten Einzelgänger, zugeteilt. Der lässt sie Datenbanken überprüfen – eine Praktikantentätigkeit, etwa so relevant wie Kaffeekochen. Doch er stellt ihr auch das geheime Computerprogramm "Prometheus" vor, das jede Wetterentwicklung an jedem Ort der Welt zu jeder eingegebenen Stunde vorhersagen kann. Als Beck sich einloggt, schaut sie ihm heimlich genau auf die Finger.

Bald will Mavie selbst einen Blick in die Zukunft riskieren, und in der Tat gelingt es ihr mit Geistesstärke und dem ausgespähten Passwort, dass Rechenknecht "Prometheus" nach ihrem Willen Klimadaten aus der Zukunft heranschleppt, und das mit reichem, vollem Schwalle: Immer bänger wird ihr, als sie erkennen muss, dass die Welt auf eine Klimakatastrophe ungeahnten Ausmaßes zuläuft! Leider erwischt sie der Security-Wachmann, wie sie abends allein am Computer werkelt, und da muss sie ihre Recherchen abrupt abbrechen ...

Wie mag es weitergehen? Da wir nicht in die Zukunft schauen können, müssen wir abwarten, bis wir die Gelegenheit erhalten, Böttchers Fortsetzung seiner Visionen zu lesen.

Das Klima-Thema ist zweifellos aktuell, und darüber hinaus stellt sich die Spannungsfrage, in wessen Auftrag ILCO arbeitet. Wo doch alles so geheim ist, geht es sicher um Macht und viel Geld ... Ein bisschen antiquiert wirkt dagegen, wie Böttcher die Personalfrage aufgezogen hat (weibliche Forscherin muss sich in einer Männerdomaine behaupten). Irgendwann in einer nicht allzu fernen Zukunft müsste die Gleichberechtigung doch mal angekommen sein.

Umweltthriller gehören nicht zu meiner bevorzugten Lektüre. Wer sich für diese Zusammenhänge interessiert, den wird dieser Roman aber gewiss fesseln.


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