Leseeindruck zu »Elli gibt den Löffel ab« von Tessa Hennig

Elli gibt den Löffel ab

von


Belletristik · List · · Taschenbuch · 352 S. · ISBN 9783548610498
Sprache: de · Herkunft: de

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt ...

Leseeindruck vom 24.02.2011 · 2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert

Der heutige Tag steht unter keinem guten Stern. Im Gino, ihrer italienischen Lieblingsbar, trifft Elli ihre Freundin Frieda, und die hat schlechte Nachrichten: Nun ist auch noch Kegelschwester Remy von ihnen gegangen, eine der letzten aus ihrer ursprünglichen Gruppe. Frieda wird, um den Enkel zu sitten, zu ihrer Tochter ziehen, die ins Berufsleben zurückkehrt.

Elli, fünfzig Jahre alt, hat's schwer. Als ihr Mann Josef 1989 starb, musste sie ihr gemeinsam betriebenes kleines Lichtspielhaus schließen. Die neuen Cine-Maxx hatten sie platt gemacht. Danach betrieb sie eine Videothek, doch Zeiten und Techniken ändern sich immer rasanter – Videocassetten sind quasi ausgestorben, und selbst DVDs sind schon wieder Schnee von gestern. Elli kann sich so gerade über Wasser halten.

Einmal in der Woche fährt sie ins Seniorenstift zu ihrer Cineastengruppe. Heute hat sie den Film "Verdammt in alle Ewigkeit" mitgebracht. Die Heimleiterin bittet Elli um ein kurzes Gespräch, in dem sie bedauert, dass dieses Projekt nicht mehr finanziert werden kann. Also: finito – Ende.

Nach einer minimalistischen Urnenbeisetzung – Frieda, Elli und eine Nichte – und einem protestantisch-sparsamen Leichenschmaus kehrt sie am Abend deprimiert nach Hause zurück – wo sie Post von ihrer Bank vorfindet: Die Kündigung ihres laufenden Kredits rundet diesen Tag harmonisch ab: Jetzt ist sie pleite und in jeder Hinsicht am Ende. All ihr Elend in diesem Jammertal muss sie erst einmal rauslassen.

Aber da lugt noch ein Brief hervor: orangefarben, in Italien frankiert. Das Schreiben ist in schönster Handschrift verfasst von Fabrizio Cavalaro ... Elli erinnert sich: Das war der kleine Fischerjunge auf Capri ... wie schön waren die Urlaube mit ihrer Schwester und den Eltern auf dieser Perle des Mittelmeeres! Fabrizio bittet sie, zu kommen und ein Zimmer in der Pension Villa Palma zu buchen. Es handle sich um eine delikate Angelegenheit; er glaube, ihr stehe eine größere Erbschaft zu. Welch himmelblaue, sonnige Pespektive!

Eine nette Unterhaltungslektüre, charmant geschrieben – und ein kleiner Vorgeschmack auf den baldigen Sommer ...


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