Leseeindruck zu »Die Spur der Kinder« von Hanna Winter

Die Spur der Kinder

von


Thriller · Ullstein · · Taschenbuch · 352 S. · ISBN 9783548282558
Sprache: de · Herkunft: de

Weie Lilien - ein Hohn fr die Eltern der Entfhrten

Leseeindruck vom 10.06.2010 · 2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert

Kaum sind Anne und Lars zu ihrem Italienurlaub aufgebrochen, da kommt es schon zu einem heftigen Streit. Anne springt aus dem Wagen und luft ziemlich kopflos in die Dunkelheit. Hinter sich nimmt sie knackende Gerusche wahr; fremde, stampfende Schritte verfolgen sie. Die Rettung scheint nah, als sie eine entlegene Bungalow-Siedlung erreicht und an die erstbeste Tr hmmert ... Doch nichts rhrt sich - eine Geistersiedlung? Endlich ffnet sich eine Tr. Sie bittet, telefonieren zu drfen. Aber der Anblick des Inneren lsst sie Entsetzliches ahnen. Auf einem Tisch liegen rostige Sgen, schmutzige Kchenhandtcher, Klebeband, eine Kordel - und auf dem Boden sieht sie einen groen Blutfleck. Sie hrt noch wimmernde Stimmen, bevor sie von hinten gewrgt wird und niedersinkt.
In einem dunklen Verlies kommt sie wieder zu sich. Neben ihr liegt ein kleiner Junge, vier Jahre alt, berst mit zahlreichen Schnittwunden. Sie ahnt, dass in absehbarer Zeit niemand nach ihr suchen wird; da wird das chzende Gerusch auf der Leiter wohl auch kaum vom Herannahen der Polizei knden ...
Kriminalhauptkommissar Piet Karstens und seine Kollegin Frauke Behrendt klingeln an der Berliner Altbauwohnung von Fiona Seeberg und Adrian Riedel. Zwei Jahre zuvor war ihre zweijhrige Tochter Sophie spurlos von einem Spielplatz verschwunden. Zwei weitere Kinder wurden in der Zwischenzeit auf hnliche Weise gekidnapt, und am Tag zuvor hat der Serientter den vierjhrigen David aus einem Schwimmbad entfhrt - also der vierte Vermisste. Allen betroffenen Eltern wurde nach der Tat eine weie Lilie zugestellt ...
Hanna Winter beginnt ihren Roman mit zwei spannenden Handlungsstrngen; der Leser ahnt schon Zusammenhnge. Kaltbltig und grausam geht der Tter vor. Das Leid, der Schmerz, das psychische Trauma des kleinen Jungen sollte auch abgebrhte Krimileser berhren. Wo aber sind die anderen Kinder? Leben sie noch? Was bedeutet das Ritual der weien Lilie?
Die erneute polizeiliche Befragung Fionas ist sehr interessant. Fiona, ehemals Dozentin, glaubt immer noch, dass ihre Tochter lebt. Doch der Verlust zerfrisst sie psychisch. Ihren Beruf kann sie nicht mehr ausben, und der Alkohol ist zu ihrem Trster geworden. Ansonsten sitzt sie tglich an dem Spielplatz, wo ihre Tochter damals zuletzt spielte.
Kleine beilufig erscheinende Texteinschbe schaffen neue Spannungselemente, die vielleicht im weiteren Handlungsverlauf an Gewicht gewinnen knnten: An den Tatorten wurde ein Lieferwagen beobachtet (Gehrt er dem Entfhrer?). Seit Wochen sitzt ein alter Mann auf der Parkbank und schenkt den Kindern Bonbons (Ist er irgendwie beteiligt?). Fiona wird das Gefhl nicht los, dass irgend etwas nicht stimmt (Denkt sie dabei an Adrian, ihren Mann?). Sie erinnert sich an ein Ereignis an der Uni - das aber niemanden etwas angehe ...
Tat, Tter und Tatmotiv sind vielleicht komplexer, als bisher zu ahnen ist. Die Spannungslatte ist sehr hoch aufgelegt. berspringt die Autorin noch weitere Hhen? Ich traue es ihr zu ...


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