Rezension zu »Das Schweigen der Toten« von Todd Ritter

Das Schweigen der Toten

von


Thriller · rororo · · Taschenbuch · 384 S. · ISBN 9783499255885
Sprache: de · Herkunft: us

Die morbide Idylle von Perry Hollow

Rezension vom 22.01.2011 · noch unbewertet · noch unkommentiert

Bisher war die Welt in Ordnung im kleinen Städtchen Perry Hollow. Doch irgendwann schleicht sich das Böse auch in diese heile Gemeinde ein. Chief Kat Campbell kann es kaum glauben, dass dem Blumenladenbesitzer der Lieferwagen vom Parkplatz gestohlen wurde. Klar, abgeschlossen war er nicht, und der Fahrzeugschlüssel steckte – alles völlig normal. Doch eine geladene Pistole im Handschuhfach ist sehr ärgerlich, und Chief Campbell muss jetzt schnell handeln.

Zurück an ihrem Streifenwagen, hat sie ihren Kollegen Deputy Carl Bauersox an der Strippe. Er meldet, dass ein LKW-Fahrer am Straßenrand eine Holzkiste gesehen habe – möglicherweise einen Sarg. Ab zur Fundstelle, und da steht tatsächlich eine vernagelte Kiste, die Campbell mit einem Stemmeisen öffnet. Wie eine Puppe in einen Schuhkarton gestopft, liegt darin eine Leiche, um deren Hals klafft eine tiefe Schnittwunde, der Mund ist zugenäht, auf den Augen zwei Münzen. Wie furchtbar: Das ist George Winnick; Chief Campbell kennt ihn.

In der Zeitungsredaktion bearbeitet Henry Goll die Nachrufe. Er ist sehr penibel und überprüft alle Meldungen, bevor sie in Druck gehen, denn manch übler Scherz lag schon auf seinem Schreibtisch, z.B. von Schülern, die den Tod ihres Lehrers anzeigen lassen wollten. So ist er auch ziemlich irritiert über ein Fax, das verkündet: "George Winnick aus Perry Hollow starb am 14. März um 22:45 Uhr im Alter von 67 Jahren." Wo ist der Absender? Wenn das mal keine Falschmeldung ist ... Doch dann erfährt er durch Redakteur Martin Swan, dass George Winnick tatsächlich am Morgen gegen acht in gruseligem Zustand tot aufgefunden wurde. Der Täter hatte mit seinem Fax die Tat angekündigt ...

Mit George Winnicks Leidensweg (einer brutalen Folterung) wird der Leser schon im Prolog konfrontiert – ein harter Einstieg in den Kriminalroman.

Todd Ritter hält den Leser bis zum Schluss in Atem: Henry Goll erhält noch weitere Faxe. Der Täter hat wieder einen Mord angekündigt. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Handelt es sich um den seit langem gesuchten Serienkiller aus Philadelphia, oder lebt der Mörder mitten in der kleinen Gemeinde? Kauze gibt es genug: Lucas, gerade aus dem Gefängnis entlassen, hat einen Nebenverdienst, der einen das Gruseln lehrt. Caleb Fisher geht in seiner Jagdhütte ungestört seinem Hobby als Tierpräparator nach. So legt Todd Ritter viele Spuren, steigert sich in einen Countdown zum Ende: eine Explosion, lodernde Flammen; mittendrin kämpft Kat, um das letzte Opfer aus den Klauen des Täters zu retten. Den belastetete schon seit seiner Jugend ein traumatisches Erlebnis. Mit immer gleich inszenierten morbiden Ritualen mordete er scheinbar wahllos unschuldige Menschen. Einen aber wählte er gezielt aus, um ihn zu töten – denn der erschien ihm wie ein Geist, wie eine Wiedergeburt, und diese Geister sollten Ruhe finden.


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