Empfehlenswerte Hotels für Ihren Leseurlaub in Norditalien

© Alle Fotos sind Privataufnahmen der Verfasserin.


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Amalfitana › Amalfi › Atrani

Villa San Michele

Ein Traum hat keinen Preis

Diese romantische strahlend weiße Villa, archi­tek­to­nisch ganz im Stil ihrer großen Namens­schwes­ter in Capri, ist der Ort, an dem Ihre Träume wahr wer­den (kön­nen). Wie ein Vogel­nest klebt sie an der Fels­wand über den Wellen, nur über Trep­pen mit der Straße verbunden.

Leider sind die Klei­der­schrän­ke klapp­rig; es ist Jahre her, dass die Bade­zim­mer mal wieder moder­ni­siert wurden; die Zimmer sind höchst un­ter­schied­lich geschnitten; die Balkone und Terrassen sind rie­sig oder winzig; und glauben Sie nur nicht, Sie könn­ten bei der Bu­chung ein be­stimm­tes Zimmer aus­wäh­len.

Aber wen schert das, wenn die Eintagsgäste unterwegs sind und man das Glück hat, auf dem win­zi­gen, blen­dend weißen Fels­vor­sprung am Was­ser einen Liege­stuhl nebst Schirm zu er­gat­tern? Wenn man sich zwischen den Kapiteln eines guten Buches beim Schnor­cheln im glas­klaren Wasser erfrischt? Wenn man von einem Spaziergang nach Atrani zurückkehrt, vom win­zigen Park­platz oben an der Straße zum Re­zep­tions­häus­chen, dann über (gefühlt) Hunderte Stufen auf schmalen Pfaden durch üp­pige Blu­men­rabat­ten zum Res­tau­rant, weiter hinab an bunten Beeten entlang, durch berankte Bögen, unter Zitronen hindurch, an kleinen Masken und Statuen in den Nischen tro­cken­stein­ge­schich­te­ter Wände vorbei, auf idyllischen Ter­ras­sen immer wie­der neue Pano­ra­men ge­nie­ßend und das würzige Aroma von Kräutern, Blumen und Meer einatmend, zu sei­nem Zimmer im Haupt­ge­bäude gelangt? Wenn man am Abend im Re­stau­rant einen der Tische am Fenster erhält, die milde Abendsonne hereinlächelt, der Blick weit, weit hin­aus aufs blaue Mittelmeer schweift – und der cameriere anhebt: »Oggi abbiamo preparato ...«

Einen Miet­wa­gen brauchen Sie übrigens nicht unbedingt. (Parkplätze sind ohnehin rar hier.) An der Küste ent­lang und hinauf nach Ravello fahren ständig kleine öffentliche Busse, und für An- und Abreise über Neapel gibt es nichts Schö­ne­res, als quer durch den Golf nach Sorrento und um die Halbinsel herum bis nach Amalfi zu schippern. Leider wurde die flotte und preisgünstige »Metrò del Mare«, ein öffentliches Nahverkehrssystem mit Schiffsverbindungen von Neapel bis nach Palinuro, 2013 eingestellt, aber es gibt noch etliche kommerzielle Linien.

Villa San Michele in Atrani Villa San Michele in Atrani Villa San Michele in Atrani Villa San Michele in Atrani Villa San Michele in Atrani Villa San Michele in Atrani Villa San Michele in Atrani Villa San Michele in Atrani Villa San Michele in Atrani Villa San Michele in Atrani


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Amalfitana › Sant’Agata sui due Golfi › Marina del Cantone

Taverna del Capitano

Gourmet-Tempel direkt am Wasser

Am Abend legen schon mal Yachten an, weil deren Passagiere im Top-Ristorante (»Locanda del Ca­pi­ta­no«) speisen möchten. Die Küche des Alfonso Caputo ist unumstritten kreative Spitzenklasse; ent­spre­chend hoch sind die Preise à la carte. Wir reisten Anfang Juli per Bus an (no risk, no fun) und hatten drei Tage Halbpension gebucht. Das reizte unseren Geldbeutel schon genug, aber das abendliche Menü und das Frühstück waren die Ausgabe auch wirklich wert.

Für ihr Hotel reißt sich die Familie Caputo nicht so viele Beine aus wie für das Restaurant. Die Zimmer sind von unterschiedlicher Qualität. Unseres war eines von denen mit halbrundem Fenster im ersten Stock, und darin hatten wir absolut nichts zu meckern.

Die Taverna rühmt sich ihrer Lage in einer kleinen Bucht direkt am Wasser. Über eine kurvige Straße ge­langt man in die halbkreisförmige Bucht, nur etwa 250m breit, und nein, das Ambiente dort ist nicht gerade traumhaft. Zum Land hin der halbrunde Block des »Punta Campanella Resort & Spa« (wo man halb so teuer unterkommt), davor Parkplätze, gegenüber kleine Läden, an der Wasserseite mehrere Hotels, Restaurants, auch alte Lager-, Werft- oder Industrieanlagen, weiter hinten eine große Pier mit Bars usw. Am Kieselstrand wird es in der Saison eng, denn der ist für alle da, und wer im offenen Wasser schwimmen möchte, muss sich erst einmal seinen Weg durch die Liegeplätze der zahlreichen Boote bahnen – auch da ist im Juli/August viel los.

Ein besonderer Tipp: Ab dem späten Vormittag kann man für erstaunlich wenig Geld (Handeln lohnt sich) ein einfaches Motor­boot für den Rest des Tages mieten. Das reicht, um gemütlich bis Positano und an den Galli-Inseln vorbei zurück zu schippern.

Taverna del Capitano in Marina del Cantone Taverna del Capitano in Marina del Cantone



Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Bari

Hotel Adria

Preiswertes, gepflegtes Stadtquartier, zuvorkommendes Personal

Apulien-Interessierte, die per Flugzeug anreisen und in Bari ein Auto anmieten, tun gut daran, die pul­sie­ren­de Großstadt Bari nicht einfach verächtlich zu meiden, sondern zum Ein- und Ausstieg in den Urlaub zu nutzen. Die etwa zehn Kilometer, die der Flughafen-Bus durch die Industriegebiete und Wohnviertel der Peripherie bis zum Bahnhof zurücklegt, schrecken zwar tatsächlich ab, aber dann lockt die Altstadt! Sie beginnt auf Höhe des Teatro Margherita, hat ihren Mittelpunkt an der Basilica San Nicola und bietet Un­men­gen an herrlichen Trattorien und Bars aller Preisklassen. Am Abend herrscht auf den Plätzen, in den Gas­sen und auf den Mauerwällen eine derartige Lebensfreude, ein derartiger Auflauf an jun­gen Men­schen, dass man sofort angesteckt wird und locker bis Mitternacht im allgemeinen corso mitschwimmt.

Das Hotel Adria liegt ideal direkt am Bahnhof. Von der Endstation des Flughafen-Shuttle-Busses auf der Piazza Aldo Moro sind es 200 m Fußweg, bis zur Altstadt etwa 1 km, und die Avis- und Budget-Stadtbüros finden Sie gleich um die Ecke. (Wer mit eigenem Auto kommt, muss es in einer Garage in der Nähe ab­stel­len.) Die Zimmer sind ordentlich und sauber, das Frühstücksbuffet reichlich, das Personal sehr be­müht. Es versteht sich, dass man bei der Buchung ein ruhiges Zimmer in den oberen Stockwerken for­dern sollte.


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Gravina in Puglia

Masseria Protomastro

Stille – Weite – Großzügigkeit – Genuss

Kennen Sie den Film »Io non ho paura« (»Ich habe keine Angst«), den Gabriele Salvatores 2003 nach dem gleichnamigen Roman von Niccolò Ammaniti gedreht hat? Erinnern Sie sich an die endlosen, sanft schwingenden Weizenfelder, über die die Kinder mit ihren Fahr­rädern radeln? Noch weitläufiger, noch grandioser ist die Landschaft, die sich zu Ihren Füßen er­streckt, wenn Sie von der Masseria Protomastro hinab ins Tal bis zum etwa 150m tiefer ruhenden Stau­see Lago di Serra del Corvo schauen (durch den die Grenze zwischen Apulien und der Basilicata ver­läuft).

Gebäude und Gelände dieser Masseria auf ihrem Sporn über dem Tal wurden in den letzten Jahren mit großem Aufwand großzügig umgestaltet. Dabei entstand ein hufeisenförmig angelegter Trakt mit sehr ge­räu­mi­gen, schlicht, aber geschmackvoll eingerichteten Zimmern mit ungewöhnlich großen Badezimmern und einem Pool. Kernstück der Anlage ist das Restaurant mit weitläufigen Rasenflächen, wo aufwendige Hoch­zeits­fei­ern ausgerichtet werden. Davon bekommt man jedoch, wenn man Ruhe will, im Hotelbereich auf der an­de­ren Seite der Einfahrt nichts mit; zuzuschauen kann aber sehr reizvoll sein!

In der großen Halle, die heute als Restaurant dient, wurden bis ins 20. Jahrhundert Tabakblätter ge­trock­net. In alten Schränken sind Fotos und Preise ausgestellt, die der Familie Protomastro für die Qua­li­tät ihrer Produkte (Öl, Weizen, Tabak) verliehen wurden, u.a. bei der Weltausstellung in Paris 1889.

Was kann ein Tourist in so einem abgelegenen Quartier anstellen? Unübertroffen ist die überwältigende Landschaft, die nächtliche Ruhe, der Sternenhimmel – erholsame Verwöhntage am Pool sind garantiert. Die Leistungen der Küche werden weithin gerühmt; man hat ein unerschöpfliches Reservoir an köstlichen Rezepten, wobei frischer Fisch und dolci besonders hervorstechen.

Für Besichtigungen muss man Auto fahren: Gravina (Felsenkirchen, 18 km); Castel del Monte (35 km); Matera (Sassi: 47 km); Trani (eine der Perlen Apuliens mit imposant am Meer gelegener und absolut sehenswerter Kathedrale San Nicola Pellegrino: 55 km).

Masseria Protomastro in Gravina in Puglia Masseria Protomastro in Gravina in Puglia Masseria Protomastro in Gravina in Puglia Masseria Protomastro in Gravina in Puglia Masseria Protomastro in Gravina in Puglia


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Noci

Abate Masseria

Stilvolle Anlage in ruhiger Lage

Diese sehr ansprechend erneuerte Masseria. einst ein großer Guts­hof mit Kapelle, liegt ein Stück außerhalb von Noci, so dass man ge­nü­gend Ruhe findet. Die unmittelbare Umgebung ist nicht weiter attraktiv; man muss das Auto bewegen, um abends in Noci zu bummeln oder zu essen. Die Anlage erschließt sich vom Haupthaus her (Bild 1 links), in dem man das Re­stau­rant (»Il Briale«) installiert hat. Die Rezeption ist unter dem Laubengang (Bild 2). Jeweils zwei ›normale‹ Zimmer – geräumig und stilvoll eingerichtet – teilen sich einen kleinen Hof mit Terrassen und Rasen, alles von einer Mauer mit Durchgang eingefasst (Bilder 3 und 4); das ist eine schöne, sehr intime Lösung. Die teureren Zimmer sind Suiten im trulli-Stil (Bilder 5 und 6) auf der anderen Seite des Pools.

Für die Erkundung des trulli-Tals mit Alberobello (11 km; sehr touristisch ...), Locorotondo (20 km), Martina Franca (23 km), Cisternino (30 km) bis Ostuni (45 km) ist dieser Standort gut geeignet. Übrigens sehen Sie die interessantesten trulli, wenn Sie einfach nur offenen Auges die schlichtesten Landstraßen über sanfte Hügel und liebliche Täler wählen.

Abate Masseria in Noci Abate Masseria in Noci Abate Masseria in Noci Abate Masseria in Noci Abate Masseria in Noci


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Ostuni

Masseria L’Ovile

Rundum empfehlenswert!

Eines unserer liebsten Quartiere. Hier stimmt alles: das ar­chi­tek­to­ni­sche Ge­samt­kon­zept, die Pflege der Anlage, die zwanglose At­mos­phä­re, die netten, schlichten Zimmer, das köstliche (rustikale) Essen, der aufmerksame Service, die Freundlichkeit der Betreiber. Die wenigen Zimmer sind, wenn man durch das Hoftor tritt, in den schattigen Seitenflügeln links und rechts des Mittelweges untergebracht. Durch ein kleines Törchen gelangt man zum gepflegten Pool. Auch die alten Schafställe kann man besichtigen; es sind Felsenhöhlen in einer Senke hinter dem Pool.

Wenn Sie sich Satellitenaufnahmen ansehen, schreckt Sie vielleicht die Lage ab: ringsum kahle Felder, recht nahe die superstrada, das Meer auf deren anderer Seite ... Keine Sorge: Tatsächlich ist nur das letzte Stück der Zufahrt von der Schnellstraße her staubig; im Ovile selber ist alles absolut still und sehr sauber.

Großartig klappte der angebotene Shuttle-Service zum Strand. Man wird mit dem Kleinbus inklusive gern zur Verfügung gestelltem Sonnenschirm und Liegestühlen etwa 3 km auf die andere Seite der superstrada gefahren und an einem unscheinbaren Weg abgesetzt; nach wenigen Metern findet man sich an einer wunderschönen sandigen Bucht (davon gibt es gar nicht so viele an diesem felsigen Küstenstück!) und kann es sich gut gehen lassen, wandern, dösen, lesen. Pünktlich zur (beliebig) vereinbarten Zeit wird man wieder abgeholt.

An manchen Abenden kommen junge Leute aus der Stadt vorbei und spielen und tanzen tarantella und pizzica, während den Hotelgästen ihr Abendessen serviert wird. Wir haben das auch anderswo erlebt, aber nirgends so authentisch und frisch wie hier. Das war den Gästen ein ebenso echtes Vergnügen wie den Musikern und Tänzern – keine Spur von aufgesetzter Touri-Show.

L’Ovile eignet sich ideal als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Ostuni (12 km), Fasano (17 km), Alberobello (35 km; sehr touristisch ...), Locorotondo (30 km), Cisternino (18 km), Martina Franca (38 km). Übrigens sehen Sie die interessantesten trulli, wenn Sie einfach nur offenen Auges die schlichtesten Landstraßen über sanfte Hügel und liebliche Täler wählen.

Masseria L’Ovile in Ostuni Masseria L’Ovile in Ostuni Masseria L’Ovile in Ostuni Masseria L’Ovile in Ostuni Masseria L’Ovile in Ostuni Masseria L’Ovile in Ostuni Masseria L’Ovile in Ostuni Masseria L’Ovile in Ostuni Masseria L’Ovile in Ostuni


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Otranto

Masseria Gattamora

Spitzenrestaurant und stilvolle Oase

Dem beeindruckenden alten Gebäudekomplex sieht man seine Historie als Gutshof wohl­habender Grundbesitzer an. Von außen etwas abweisend-imposant, im Innen­bereich weitläufig; uralter Baumbestand, Blumen, Rasen, Trockenmauern; der Pool liegt etwas abseits. Die Hallen des Haupthauses nehmen der Empfangsbereich und ein völlig zu Recht weithin gerühmtes Restaurant ein; an den meisten Abenden waren auch die zahlreichen Tische im Außenbereich belegt. Wir hatten eins der Zimmer im Obergeschoss des Haupthauses, die man über eine steile Außentreppe erklimmt und zum Teil Liegen auf der Dachterrasse bieten. Die stilvolle Ein­rich­tung besteht aus alten Möbeln, aber das Bad ist modern.

Das Dörfchen Uggiano la Chiesa, an dessen Rand sich die Masseria Gattamora befindet, ist bescheiden, aber seine Gässchen und die kleine piazza sind einen Spaziergang wert.

Wer im nahen Meer baden möchte, ist hier nicht an der richtigen Adresse. Zwar liegt ganz in der Nähe die zauberhafte Bucht von Porto Badisco, wo man schön liegen, planschen und ausspannen kann, aber wenn die Sonne brennt, ist sie hoffnungslos überfüllt; an Parken ist nicht einmal zu denken. Der gesamte Küs­ten­strei­fen ist ansonsten eine einzige Felsklippe aus scharfkantigem Gestein. Man kann zum Torre Sant’Emi­lia­no laufen oder von der Straße aus auf dem flachen Gras (darin die Hinterlassenschaften der Schafe) bis zum Rand gehen und dort ein wenig herumklettern, aber das füllt allen­falls einen wol­ki­gen Nach­mit­tag ...

Lohnender ist die Fahrt auf kurvenreicher, enger Küstenstraße nach Leuca (50 km, rechnen Sie dafür mit zwei Stunden reiner Fahrzeit, und unterwegs gibt es viele Stellen, die zum Anhalten und Fotografieren reizen).

Ihr wichtigstes Ziel wird aber sicher ohnehin Otranto sein. Bis dahin fährt man ein Viertelstündchen (etwa 6 km); lesen Sie hier mehr über dieses magisch schöne Städtchen und das richtige Buch dazu. In nördlicher Richtung gibt es noch im Stadtgebiet schöne Strände mit Schirm-/Liegestuhlverleih, weiter außerhalb (bis etwa 5 km nach Norden) auch freie Badeplätze in Buchten und auf Klippen, zu denen man durch einen end­losen Pinienwaldstreifen pirscht – sehr abenteuerlich (z.B. »Baia die Turchi«)! Das Auto parkt (zu Stoß­zeiten gegen Bezahlung) auf den Feldern davor – hier ist alles bestens für den Ansturm großer Mas­sen organisiert ...

Eine Alternative zur Masseria Gattamora ist die etwa 3 km entfernte Masseria Panareo.

Masseria Gattamora in Otranto Masseria Gattamora in Otranto Masseria Gattamora in Otranto Masseria Gattamora in Otranto Masseria Gattamora in Otranto Masseria Gattamora in Otranto



Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Otranto

Masseria Panareo

Burg auf dem Hügel

Wenn man ankommt, ist man als erstes beeindruckt von der Anlage. Hier unten die Rezeption und die klei­nen neuen Häuschen mit einem Teil der Gästezimmer; dahinter eine große Treppenanlage, die hinaufsteigt zum Restaurantgebäude, in dessen rückwärtigem Teil sich weitere Zimmer befinden. Die Innenwände des Restaurants bestehen aus großen, hellen Sandsteinquadern, und zwischen den Säulen und unter den hohen Decken fühlt man sich fast wie in einer Burg in der Normandie. Oder stellte sich dieses Gefühl nur ein, weil wir in einer regnerisch-kalten Vorsaison als erste und einzige Gäste da waren?

Wer im nahen Meer baden möchte, ist hier nicht an der richtigen Adresse. Zwar liegt ganz in der Nähe die zauberhafte Bucht von Porto Badisco, wo man schön liegen, planschen und ausspannen kann, aber wenn die Sonne brennt, ist sie hoffnungslos überfüllt; an Parken ist nicht einmal zu denken. Der gesamte Küs­ten­strei­fen ist ansonsten eine einzige Felsklippe aus scharfkantigem Gestein. Man kann zum Torre Sant’Emi­lia­no laufen oder von der Straße aus auf dem flachen Gras (darin die Hinterlassenschaften der Schafe) bis zum Rand gehen und dort ein wenig herumklettern, aber das füllt allen­falls einen wol­ki­gen Nach­mit­tag ...

Lohnender ist die Fahrt auf kurvenreicher, enger Küstenstraße nach Leuca (50 km, rechnen Sie dafür mit zwei Stunden reiner Fahrzeit, und unterwegs gibt es viele Stellen, die zum Anhalten und Fotografieren reizen).

Ihr wichtigstes Ziel wird aber sicher ohnehin Otranto sein. Bis dahin fährt man ein Viertelstündchen (etwa 6 km); lesen Sie hier mehr über dieses magisch schöne Städtchen und das richtige Buch dazu. In nördlicher Richtung gibt es noch im Stadtgebiet schöne Strände mit Schirm-/Liegestuhlverleih, weiter außerhalb (bis etwa 5 km nach Norden) auch freie Badeplätze in Buchten und auf Klippen, zu denen man durch einen end­losen Pinienwaldstreifen pirscht – sehr abenteuerlich (z.B. »Baia die Turchi«)! Das Auto parkt (zu Stoß­zeiten gegen Bezahlung) auf den Feldern davor – hier ist alles bestens für den Ansturm großer Mas­sen organisiert ...

Eine Alternative zur Masseria Panareo ist die etwa 3 km entfernte Masseria Gattamora.


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Polignano a Mare

Hotel Covo dei Saraceni

Speisen auf der Terrasse überm Meer

Die Altstadt von Polignano liegt auf einem gewaltigen Felsplateau, das auf drei Seiten steil und tief ins Meer abfällt. Wenn man durch die Straßen und Gassen streift, gelangt man immer wieder an neue Ausblicke hinunter aufs klare Wasser; in den brüchig wirkenden senkrechten Sandsteinwänden entdeckt man kleinere und größere Höhlen, in denen sich Bars und schicke Restaurants eingenistet haben. Auf der anderen Seite der Buchten erheben sich die benachbarten Plateaus mit weiteren Stadtteilen von Polignano. Brücken verbinden sie miteinander.

Direkt an der Kante eines solchen Plateaus thront das Hotel Covo dei Saraceni. Seine Attraktion ist das ristorante »Il Bastione«, das die ganze Schauseite zum Meer hin einnimmt und abends einen einzigartigen Blick auf die Lichter der Altstadt inklusive der Höhlen bietet (vorausgesetzt man bekommt einen geeigneten Tisch). Das Hotel wurde in den letzten Jahren renoviert und erweitert (Dependance »Saraceno Residence« im benachbarten umgebauten Eckhaus). Ein in mehrfacher Hinsicht attraktiver erster Zwischenstopp, wenn man auf dem Flughafen von Bari (50 km entfernt) gelandet ist und vielleicht mit zwei oder drei Über­nach­tun­gen das wenige Kilometer entfernte Tal der trulli erkunden möchte (hier einige Hinweise dazu).

Freilich gibt es auch in der nächsten Umgebung lohnende Ausflugsziele, etwa Conversano (10 km: klotzige Festung, Barockfassaden, hübsche Gässchen) und die beeindruckende ehemalige Benediktiner-Abtei San Vito (4 km). Im Grunde ein massiver Block wie eine Burg, schwingt an ihrer Schauseite zum Meer hin ein schmaler doppelstöckiger Seitenflügel aus – keine Räume, sondern nichts als offene, luftige, lichte Bo­gen­gän­ge, durch die die Abendsonne ihre milden Strahlen schickt ... Elegante und imposante apulische Ba­rock-Ar­chi­tek­tur.

In der kleinen Bucht zu ihren Füßen bereitet man in einem schlichten Imbisslokal frisch gefangene (ge­fisch­te? ge­pflück­te? ge­ern­te­te?) ricci (Seeigel) zu. Die Italiener strömen in Massen herbei. Etwas weiter drau­ßen lockt ein alter quadratischer Wachturm (Teil der Wehranlage gegen die wiederholten Tür­ken­an­grif­fe) zu einem Spaziergang oder zum Bad. Der Grund des sehr flachen und sehr sauberen Wassers ist nicht sandig, sondern flaches, von Linien durchzogenes Gestein – Fundamente alter Wehr- oder Ha­fen­an­la­gen? ein Stein­bruch? Wer weiß.

Hotel Covo dei Saraceni in Polignano a Mare Hotel Covo dei Saraceni in Polignano a Mare Hotel Covo dei Saraceni in Polignano a Mare



Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Porto Cesareo

Hotel Falli

Fisch, Fisch, Fisch

Porto Cesareo zieht sich in sanftem Schwung an einer sehr flachen Lagune entlang, die draußen zum offenen Meer hin von einer langgestreckten bewaldeten Insel abgeschlossen wird. Im Städtchen reiht sich eine pescheria an die andere. Ein regelrechter Magnet für Fischliebhaber aus der ganzen Gegend ist das Restaurant »Cosimino«, das zum Hotel Falli gehört und in dem die Auswahl an Köstlichkeiten ebenso groß ist wie die Portionen. Wir hatten ein schönes, geräumiges und sauberes Zimmer ganz oben, das einen wundervollen Ausblick über die Lagune bot. Zur Abendzeit kommt allerdings mächtig Leben in den Lun­go­mare. Entweder Sie buchen ausdrücklich ein ruhiges Zimmer (man spricht perfekt Deutsch) – oder Sie mischen fröhlich mit beim corso!


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Pulsano

Hotel Il Grillo

Hier geht die Post ab

Die klare, helle, moderne Architektur, der saubere Pool, die originelle Anlage des Restaurants (als ob Boote der Thunfischfänger an Land lägen) und das Lob der Küche hat uns in dieses Haus gelockt. Unsere Erwartungen in diesen Hinsichten wurden auch erfüllt. Außerdem war das Personal freundlich und unser Zimmer gut in Ordnung. Aber dem Ort fehlt leider jeg­li­cher Charme. Im Sommer ist es sehr voll und lärmend, und die viel befahrene Straße am Meer entlang ist unattraktiv. Zum Strandbereich ist es nicht weit zu laufen, und dort reiht sich ein kommerzielles Bad ans andere. Sehr gepflegte, nette Anlagen (Sondertarife für Hotelgäste) mit Bars und gelaterie, aber viele Stuhl-/Schirmreihen – und täglich mehrmals laute Beschallung sowie Animation zu Gymnastik und Disco-Tanz.

Hotel Il Grillo in Pulsano Hotel Il Grillo in Pulsano Hotel Il Grillo in Pulsano Hotel Il Grillo in Pulsano Hotel Il Grillo in Pulsano Hotel Il Grillo in Pulsano Hotel Il Grillo in Pulsano


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Apulien › Gallipoli › Ugento

Iberotel Apulia

All-inclusive all’italiana

Die Anlage dieses All-inclusive-Hotels (2 km südöstlich von Torre San Giovanni) ist stilvoll und weitläufig, von der Poollandschaft über die top gepflegte Parkanlage bis zu den zweistöckigen Häusern, in denen sich jeweils acht (?) Zimmer um einen ruhigen Innenhof grup­pie­ren. Die Zimmer selbst sind geräumig und bieten eine Terrasse oder einen Balkon. Besonders schön ist der Weg zum Strand: Erst geht es durch einen Pinienwald, dann über geschwungene Holzplanken-Wege über die Dünen (aufgeständert, um die zarten Blumen und Pflanzen im Sand zu schonen). Am Sandstrand erwarten den Gast Liegen und Schirme in ausreichender Zahl.

Das Restaurant bereitet für so ein großes Hotel durchaus schmackhafte Sachen zu; im Freien wird gegrillt. Natur­ge­mäß sind Bandbreite und Variation nicht unbegrenzt, aber bei dem großen Angebot dürfte jeder etwas finden.

Das zahlreiche Publikum besteht größtenteils aus italienischen Familien; es geht also schön lebhaft zu. Die Animateure sind erfreulicherweise unaufdringlich: Jeden Abend spielen andere Musiker, mal Jazz, mal tarantella, mal etwas lauter, mal dezenter; Kinder werden sehr lustig und sympathisch in einem kleinen Amphitheater bespaßt, ohne dass es draußen stört.

Wer sich in solchen Anlagen wohlfühlt, wird – außer der unvermeidlichen Fülle und dem saftigen und jähr­lich steigenden Preis – wenig auszusetzen haben. Schade ist, dass keine Halbpension, sondern nur noch All-inclusive gebucht werden kann; das mindert den Anreiz, sich die Umgebung anzusehen. Denn da wären zumindest Gallipoli im Nordwesten und Leuca im Südosten zu empfehlen. Etwas abenteuerlicher ist die Fahrt über schmale Sträßchen durch endlose Olivenhaine querfeldein (danke, Navi!) durchs flache Inland in das Landstädtchen Specchia mit einer unerwartet großzügigen Piazza.

Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento Iberotel Apulia in Ugento


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Campania › Maratea

Hotel Gabbiano

Sehenswerte Lage, aber nichts für Perfektionisten

Wenn man nach der Anreise auf der kurvigen Küstenstraße (SS 18) zum Meer hinunter abschwenkt und die Eisenbahnlinie überquert, ist man versucht, gleich wieder zu wenden, so trostlos ist der Ort. Aber dann biegt man nach rechts auf das Gelände des Hotels Gabbiano ein und staunt: eine große Terrasse unter Pinien, hinter dem Haus grüner Rasen, Blumen und eine hüb­sche Pool-Anlage, unterhalb davon der Strand, teilweise mit Kieseln, stellenweise sandig, teilweise Fels, und am Ende der Bucht ragt imposant eine steile Felswand auf. (Der Blick von dort oben auf die Küste herab ist ein Spektakel für sich.)

Das Hotel Gabbiano hat also eigentlich ideale Voraussetzungen, um uneingeschränkt empfohlen zu werden – wenn es nicht schon mal hier und da haken könnte (aber nicht muss). Wir hatten ein angenehmes Zim­mer im ersten Stock, nicht groß, aber auch nicht zu eng; zwar hatte es Meerblick, aber erst einmal schauten wir auf das nicht sehr ansehnliche rote Dach des Restaurants. Leider war die Klimaanlage defekt oder zu schwach – und die im alternativ gezeigten Zimmer ebenfalls. Mit unserem Halbpensionsmenu waren wir jeden Abend sehr zufrieden; man servierte originelle, schmackhaft und frisch zubereitete Gerichte.

Vielleicht darf man in dieser Gegend, die ja mit mancherlei Problemen zu kämpfen hat, keine per­fek­ten Lö­sun­gen erwarten. Für ein paar Tage kann man sich im Hotel Gabbiano durchaus wohlfühlen. Das ur­tüm­liche Hinterland und Maratea mit seiner Jesus-Statue bietet lohnende Ausflugsziele.

Übrigens liegt Acquafredda (so der Name des zerfransten Städtchens) gar nicht in der Campania, sondern haarscharf neben der Grenze in der Basilicata. Zu dieser Region gehört der etwa fünfzehn Kilometer lange Küstenstreifen bis hinter Maratea, ehe dann Calabria beginnt.

Eine Alternative zum Hotel Gabbiano ist das Hotel King’s Residence in Palinuro, etwa 35 km nordwestlich gelegen.

Hotel Gabbiano in Maratea Hotel Gabbiano in Maratea Hotel Gabbiano in Maratea Hotel Gabbiano in Maratea Hotel Gabbiano in Maratea


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Campania › Palinuro

King’s Residence

Bucht zum Träumen, aber nichts für Perfektionisten

Palinuro war in den Sechzigern und Siebzigern ein Treffpunkt der internationalen Schickeria. Davon ist nicht mehr viel zu spüren oder zu sehen; es ist jetzt ein normales Touristenörtchen voller Sou­ve­nir­läden, pizzerie und gelaterie. Nennenswerte Sandstrände gibt es nicht (mehr); die Hotels stellen ihre Sonnenschirme und Liegen auf den flachen Fels­platten auf, die sich bis ins Wasser ziehen. Eine originellere Lage bietet das Hotel King’s Residence. Man muss erst hinauf auf den Bergrücken des berühmten Kaps fahren, und an dessen südlichem Rand, etwa 100 Meter über dem Meer, erstreckt sich die weitläufige, üppig bewachsene Anlage. Im Haupthaus finden sich Rezeption, Restaurant und einige Gästezimmer; über schmale Wege und etliche Treppenstufen gelangt man zu den kleinen separaten Gebäuden mit weiteren Zimmern (viele mit Terrasse), zum sehr schönen Pool, zu einer Bar unter Pinien und atemberaubenden Ausblicken über den gesamten Golf.

Wie so oft in dieser mit Schönheit gesegneten, aber von mancherlei Problemen geplagten Gegend stellt man sich vor, was für ein faszinierendes Hotel dies sein könnte – wenn die Bäder und Zimmer endlich solide und umfassend renoviert würden, wenn der Service etwas mehr auf Draht wäre, wenn die Köche ein­falls­rei­cher wären ... So aber heißt es mit Kompromissen leben.

Was uns am besten gefiel, ist die kleine sandige Bucht, zu der man über viele, viele Stufen und aben­teuer­lich gewundene Pfade hinabklettert (und später wieder hinauf). Zu bestimmten Tageszeiten findet man ohne Schwierigkeiten einen freien Sonnenschirm mit Liegen. In einer Art Höhle in der senkrecht aufragenden Felswand betreiben Hotelangestellte eine Bar; man bekommt alle möglichen Getränke, Salate und leckere friselle mit Tomaten und Thunfisch, die man an einfachen Tischen und Bänken unter einem Laubdach genießt ... Leider ist das Bad im glasklaren Wasser nicht ganz ungestört, denn alle halbe Stunde landet ein Motorboot zwei Dutzend Touristen aus anderen Gegenden an dieser Attraktion an bzw. holt seine Gruppe wieder ab. Wie privilegiert, wer hier länger residieren darf!

Eine Alternative zum Hotel King’s Residence ist das Hotel Gabbiano bei Maratea, etwa 35 km südöstlich gelegen.

King’s Residence in Palinuro King’s Residence in Palinuro King’s Residence in Palinuro King’s Residence in Palinuro King’s Residence in Palinuro King’s Residence in Palinuro


Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Napoli › Napoli

Mercure Napoli Centro Angioino

... und all das zu Fuß erreichbar!

Lassen Sie sich nicht von der Dauer­bau­stelle abschrecken: Wer auf dem Weg vom Flug­hafen zu den Inseln oder zurück eine oder besser zwei Zwischen­über­nach­tungen einlegen und neapo­litani­sches Leben kennen­lernen möchte, ist hier bestens unter­gebracht. Man erreicht das Mercure auch mit Gepäck bequem zu Fuß, denn sowohl die Bus­station des Alibus (vom/zum Flug­hafen) als auch die Fahr­karten-Kioske und Ablege­stellen aller Schiffe auf die Inseln befinden sich in maximal 350 Meter Entfer­nung am Molo Beve­rello. Kein anderes Hotel dieser Qualität liegt nach unseren Recher­chen näher.

In der Hafen­gegend wird (ohne dass man im Hotel davon beein­träch­tigt würde!) seit Jahren alles gewaltig umge­baut (wie auch auf der Piazza Muni­cipio für die U-Bahn­station), doch schon jetzt kann man das groß­zügige städte­planeri­sche Gesamt­konzept zwischen Rathaus und Hafen bewundern. Dann wird das gute Früh­stück auf der Terrasse mit Blick auf das massive Castel Nuovo direkt gegen­über, das Treiben auf dem Rathaus­platz zur Rechten und den weiten Golf zur Linken zu einem noch schöne­ren Erlebnis.

Die Zimmer sind nicht sehr groß, aber gut moder­nisiert, sehr sauber, top in Schuss und perfekt schall­isoliert. Je nach Tarif ist sogar eine Tages­karte für alle öffent­lichen Verkehrs­mittel (außer den Alibus) einge­schlos­sen. Für Neapel-Neulinge ist die aber zunächst nicht erforder­lich. Nach 600 Metern ist man an der Via Toledo, nur 1000 Meter sind es durch die Galleria Umberto und am Teatro di San Carlo vorbei zur Piazza del Plebiscito, und wer 2000 Meter durch die »Spacca­napoli« und die Via dei Tribunali bis zum Duomo läuft, hat unter­wegs den wunder­schönen Chiostro di Santa Chiara, beein­druckende Innen­höfe und unzählige Lädchen, Pizzerien, Trattorien und Neapels bis in die Nacht hinein pralles Leben genossen.

Mercure Napoli Centro Angioino in Napoli Mercure Napoli Centro Angioino in Napoli



Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Napoli › Golfo di Napoli › Capri › Anacapri

B&B Maruzzella

Wo Capri noch immer ein Dorf ist

Seit Jahrzehnten kitschig verklärt, vom »jet set« benutzt und Jahr für Jahr von drei Millionen Tagesgästen überschwemmt, denkt sich mancher: »Das tu ich mir nicht an.« Reiseberichte über die Abzocke um die Blaue Grotte mit Fotos vom Gedränge davor schrecken weiter ab. Die Alternative heißt aber nicht, auf Capri zu verzichten. Schließlich rührt die ungebremste Attraktivität der Insel ja daher, dass sie tatsächlich rundherum unbeschreiblich schön ist. Vielmehr lautet die Devise: antizyklisch genießen. Das bedeutet: Erstens nicht mit den Massen morgens hin und abends zurück nach Neapel, sondern mindestens zwei Mal auf der Insel übernachten. Zweitens nicht in den teuren Hotels, überfüllten Restaurants und teuren Bars unten im Städtchen absteigen, sondern oben in Anacapri, wo alles geruhsamer und preisgünstiger (»billig« möchte ich nicht sagen) und die Aussicht grandios ist. Mit den kleinen Linienbussen ist das unabhängige Herumreisen auf der Insel völlig problemlos.

Eine sympathische, unprätentiöse und preiswerte Unterkunft finden Sie bei »Maruzzella« (was übrigens »Meeresschneckchen« bedeutet). Die Familie vermietet drei einfache Zimmer mit Bad, die nicht groß, aber piccobello gepflegt sind; zwei von ihnen öffnen sich zu einer herrlichen beschatteten Terrasse hin, auf der man frühstückt und sich auf den Sonnenliegen erholen kann. Das flache Häuschen mit den Zimmern ist umgeben von einem weitläufigen, aromatischen, liebevoll angelegten Garten voller Blumen, Gemüse und Früchten (der padrone ist Fachmann); mittendrin wird in einem schlichten Wirtschaftsgebäude ständig fleißig gearbeitet (zum Beispiel Tomaten enthäutet, einkocht und in Flaschen abgefüllt). Im hintersten Winkel wartet ein kleiner Pavillon mit alten Sitzmöbeln, auf denen man herrlich bequem die Stille und den Ausblick über den gesamten flach abfallenden Nordwesten der Insel und das Meer genießen kann.

Als wir da waren, gehörte der Familie ein schönes offenes Motorboot, auf dem uns der figlio eines Nach­mittags um die ganze Insel herum schipperte – da war kein Mensch mehr an der Blauen Grotte, wir konnten mutterseelenallein hineinschwimmen, jeden verzauberten Winkel in Ruhe erforschen und das magische Blau bestaunen wie weiland August Kopisch.

Darauf sollte man sich beim Kofferpacken einstellen: Die Hausgäste werden unten am Hafen abgeholt und bis zur Piazza Vittoria gefahren; danach geht es nur noch zu Fuß weiter – etwa dreihundert Meter ...


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Ischia

Was man vorab wissen sollte

Vergessen Sie alle Vorurteile über diese Insel. Wir waren ihnen selber jahre­lang erlegen und hielten sie für eine Mischung aus Sana­torium und Alters­heim für Millionäre. Bei unserem Besuch (Anfang Mai) stellten wir über­rascht fest, dass selbst in Ort­schaften mit so erlesen klingenden Namen wie Ischia (Porto und Ponte), Casa­micciola und Lacco Ameno ein ganz »normales« (süd!-) italie­nisches Dorf­leben existiert. Kleine Gäss­chen, versteckte schattige Piazze, Tante-Emma-Läden, urtüm­liche Tratto­rien mit hervor­ragender Küche zu beschei­denen Preisen, Pizzerien, Markt­stände und Friseure gedeihen bestens neben unauf­dring­lichen Boutiquen, Souvenir­läden für die bum­meln­den Touristen und Hotels sämt­licher Preis­niveaus. Die Einheimi­schen sind gast­freundlich und immer hilfs­bereit, scheinen aber glück­licher­weise nicht weiter beein­druckt von dem Rummel, der ihre Insel im Sommer überflutet. Sie konver­sieren in aller Ruhe vor ihrer Bar und in den mercatini in ihrem Dialekt, viele scheinen sich aber leider auch erstaun­lich wenig um die Sauber­keit zumin­dest abseits der Touristen­wege zu scheren: Selbst in Neapels Gäss­chen fanden wir es erheb­lich sauberer als auf manchen Sträß­chen von Ischia (Verpackungs­müll, Hunde­hinter­lassen­schaften ...), und für eine Besserung, bevor die Haupt­saison losbricht, sahen wir keine Anzeichen.

Wie vielerorts im Süden sind die Zimmer (nach nord­eu­ro­pä­ischen Maß­stä­ben!) klein, die Bäder eng, die Ein­richtung schlicht – darauf sollte man sich selbst bei teu­ren Un­ter­künf­ten ein­stellen. Und man sollte nie ver­gessen, dass alle Ressourcen, die mo­der­ne Tou­ris­ten als Selbst­ver­ständ­lich­keit erwarten, vom Festland herbei­geschafft werden müssen, angefangen mit dem Was­ser zum Duschen und Trinken. Damit recht­fertigen sich die gehobe­nen Preise wenigstens teilweise.

Einige nützliche Hinweise:

Aliscafi: Die Firmen Alilauro und SNAV betreiben unter­schied­liche Verbin­dungen zu den Ziel­häfen auf der Insel, mal mit, mal ohne Zwischen­stops in den anderen Häfen. Man sollte sich also an den biglietterie am Molo Beve­rello gut infor­mieren. Die Tickets kosten ca. 18 bis 20 Euro pro Person und Richtung. Im Voraus zu buchen kostet ein paar Euro extra und lohnt sich allen­falls für den Rückweg, wenn man unbe­dingt den Flieger nach Hause erwischen muss.

• Erschöpfende Auskünfte zu sämtlichen relevanten Themen – z.B. dem Omnibus­netz, der Geschichte, den Thermal­wässern, den einzelnen Gemeinden – findet man auf der erfreu­lich unab­hängigen und werbe­freien Seite www.pithecusa.com, die Aniello Di Iorio auf Italie­nisch und Deutsch betreibt. Der rührige, perfekt Deutsch sprechende Dipl.-Geologe bietet haupt­beruflich ein breit gefächer­tes Programm geführter Wande­rungen an (Die kleinen deutsch­sprachigen Plakate findet man überall auf der Insel.).

Literatur: An jedem Kiosk sind erstaunlich viele Taschen­buch­ausgaben von Reise­berichten, Erzäh­lungen, histori­schen Romanen und Legenden über Ischia ausge­stellt, meist von aus­ländi­schen Autoren und im 19./20. Jahrhundert verfasst. Darunter ist viel Kitsch, aber auch Origi­nelles und Seriöses. Stöbern macht Spaß.

Medien: Wie so oft in Süditalien fanden wir auf Ischia hinrei­chende bis gute Internet-Verbin­dungen, jedoch keinerlei deutsche Fern­seh­ka­nä­le.

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Hotelempfehlungen für Süditalien

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Hotel Terme Manzi

Verwöhnt werden und sich wohlbefinden

Nachdem Luigi Manzi die besonderen Eigen­schaften des heißen Wassers aus der »Gurgi­tello«-Quelle erkannt hatte, grün­dete er 1863 dieses beson­dere Hotel. 1960 erwarb es der Verleger Angelo Rizzoli, der Ischia dem Jetset seiner Zeit erschloss. Bis 2006 wurde es über Jahre hin grund­legend umstruk­turiert und in ein Fünf-Sterne-Haus verwan­delt, das allen Sinnen des Gastes schmeichelt. Überall zieren Mosaike, große Vasen, Statuen, Stil­möbel, Gemälde und Teppiche das Inte­rieur, Böden und Treppen sind aus farbi­gem Marmor oder bunten Fliesen, und auch in den Zimmern domi­nieren feine Mate­rialien (Kissen­bezüge, Leuchten, Sessel, schwere Vorhänge) und zuver­lässige Technik. Auf dem Dach laden Pool, Liegen und Bar zum Relax, und ein beein­drucken­des Aufgebot zuvor­kommen­den Personals bietet jeder­zeit seine hilf­reichen Dienste an (zumeist auch auf Deutsch). Was das Haus aber vor der (reichlich vorhan­denen) Kon­kurrenz aus­zeich­net, ist – neben dem Restau­rant mit Michelin-Stern – die geräu­mige, stilvolle und makel­los gepflegte Thermen­anlage.

Das badewannenwarme »Gurgitello«-Wasser speist das Schwimm­becken einer riesigen Säulen­halle. Man kann, vom Bronze-Poseidon beauf­sichtigt, mühelos an der Ober­fläche schweben oder sich von einem Dutzend Strahl­düsen rundum sanft massieren lassen, aber nach zehn Minuten soll man ruhen und die heil­kräftigen Minera­lien (Jod-Bromid­salze, Radio­aktivität) als ange­nehmen Film auf der Haut weiter­wirken lassen.

»Fangokuren« werden weltweit angeboten – hier aber wurden sie erfunden, denn aus dem Dörf­chen Fango ober­halb von Casa­miccio­la stammt die Urform des heil­samen Schlamms. In der Tiefe gereift und mit Minera­lien gesättigt, löst er im Inneren der Gelenke eine nach­haltig stärkende Wirkung aus, die schon Griechen und Römer zu schätzen wussten, aber auch viele Promi­nente der Neuzeit. Giu­seppe Gari­baldi, der Held der Einheit Italiens, kurierte in den Manzi-Thermen eine Schuss­verletzung aus der Schlacht von Aspro­monte (1862) aus. Seine Wanne ist in einer Nische aus­gestellt.

Seit jeher skeptisch, wollten wir uns nun doch einmal test­weise auf so eine Behand­lung einlassen. Voraus geht ein Gespräch mit dem einfühl­samen Kurarzt, dann wird man für ein Viertel­stünd­chen in den 49 Grad heißen Schlamm gepackt. Nach dem Abduschen ent­spannt man in einer Hydro­massage­wanne – welch ein Luxus, ver­glichen mit Gari­baldis steiner­ner Enge, aber auch dem, was öffent­liche Thermen in der Nach­bar­schaft bieten –, und nach einer Ruhe­phase folgt als Abschluss eine wohl­tuende Ent­spannungs­massage von Fuß bis Kopf. Nach diesen gründ­lichen Behand­lungen, ausgeführt von liebens­würdigem, professio­nellem Personal (ebenfalls in zum Teil perfek­tem Deutsch), waren wir nicht nur tiefen­entspannt, sondern tatsäch­lich begeistert.

Solche Leistungen bereitzuhalten hat seinen Preis. Auch der kann nicht aus­schließen, dass mancher Härchen in der Suppe findet, vor allem wer mit falschen Erwar­tungen anreist: Die Bade­zimmer sind nicht größer als anders­wo (hier aber funk­tioniert alles tiptop), das Hotel liegt ein Viertel­stünd­chen vom Hafen entfernt (es ist kein Strand­hotel, sondern ein klassi­sches Thermen­haus, aber der Shuttle­service bringt einen schnell zu diversen Zielen, beispiels­weise an die herrliche Strand­bucht San Montano mit dem Negombo-Thermen­park), bei Voll­belegung weicht die vornehme Stille italieni­schem Treiben, und der­gleichen. Aber der Gast erhält hier einen fairen Gegen­wert, wird nicht über den Tisch gezogen, und man bemüht sich engagiert, jedes Anliegen zu erfüllen. Wünsche zu Lage und Eigen­schaften des Zimmers sollte man bei der Buchung formulieren.

Was man vorab über Ischia wissen sollte

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Hotelempfehlungen für Süditalien

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Tenuta del Poggio antico

Stilvolles Landgut, absolute Ruhe, familiärer Service

Abenteuerlich, wie der Kleinbus, mit dem man vom Hafen in Forìo abge­holt wird, sich zwischen Mauern hindurch zwängt, durch enge Kurven steil nach oben schraubt, der Ausblick immer weiter und lieb­licher wird, bis man schließ­lich das Ziel erreicht: ein modernes Landgut auf einer Terrasse inmitten von Wein­gärten, verstreu­ten Häuschen und der weiten, undurch­dring­lichen Macchia des südlichen Abhangs des Monte Epomeo. Auf dem alten Gelände hat die Eigen­tümer­familie ein äußerst geschmack­volles Ensemble von Gebäuden errichtet, das moderne, lichte Archi­tektur mit tradi­tionellen Stil­elemen­ten der Insel verbindet. Ein wahres Schmuck­stück: Trocken­mauern, weißer Putz, verwit­tertes Holz, Terrassen, Treppen, Kräuter- und Gemüse­gärt­chen, Zitronen­bäume, Palmen, Wein­reben ... 2012 eröffnete die Tenuta Poggio antico (»Poggio« ist ein etwas alter­tümliches, literari­sches Wort für »Hügel«.), ein Familien­betrieb (Eltern und drei erwach­sene Kinder mit einigen Ange­stellten), der keine Wünsche offen lässt.

Es gibt drei Zimmer­kategorien, wobei unser Standard-DZ im obers­ten Stock­werk mit exzel­lenten Betten, Gratis-Mineral­wasser, geräu­miger Terrasse mit Sitzge­legen­heiten, Tisch und Blick auf Meer, Pool und Garten glänzte. Auf den vielen Liegen um den Pool und in der über­dachten Whirl­pool-Anlage kann man es sich gut­gehen lassen. (Eine warme Thermal­quelle ist zwar vor­handen, aber es dauert noch, bis die Behörden ihre Nutzung geneh­migen ...)

Das Früh­stücks­büffet wird in einem licht­durch­fluteten, strahlend weißen Terrassen­raum ange­richtet und besticht durch frische, haus­gemachte Köstlich­keiten: ein halbes Dutzend Kuchen, Marme­laden, Säfte, dazu verschie­dene Brot­sorten, frisches Obst, Aufschnitt, Käse und Tomaten, und alles wird bis 11 Uhr nach­gelegt. Mittags kann, wer möchte, aus einer kleinen Karte eine bruschetta, Salate und der­gleichen ordern. Für den Abend gibt es in nur 100 Meter Umkreis drei Restau­rants, die jeden Anspruch zwischen schlicht und leicht gehoben bei etwa gleichem, angemes­senem Preis­niveau erfüllen.

Auf der Landkarte erscheint der Poggio antico etwas abgelegen, aber davon lasse man sich nicht ent­mutigen. Dafür gewinnt man absolute Ruhe und einen unüber­treff­lichen Service, der haus­eigene Shuttle-Service bringt einen jeder­zeit z.B. nach Forìo, in das roman­tische Sant’Angelo (wo Frau Merkel regel­mäßig Urlaub macht) oder zu den nahen Poseidon-Thermen, und oben­drein bietet diese Insel ein preis­wertes öffent­liches Omnibus­netz.

Was man vorab über Ischia wissen sollte

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Hotelempfehlungen für Süditalien

Süditalien › Napoli › Golfo di Napoli › Procida › Marina Chiaiolella

Hotel La Tonnara

Beste Wahl auf Arturos Insel

Procida, die Nachbarinsel des schönen Capri, gilt nicht zu Unrecht als spröde, und das Urteil bezieht sich sowohl auf die Bewohner als auch auf die Landschaft. Wer für mehr als einen Tagesausflug hier­her kommt, wird einen Italienurlaub der ganz anderen Art machen: keine erhabene Architektur, keine weltbedeutenden Kunstwerke, keine römischen Ruinen, nicht einmal traumhafte Strände. Stattdessen ein aus bunten Würfeln geschachteltes Fischerdorf in einer kleinen geschwungenen Bucht, über der eine gewaltige Festung thront, die einmal Hochsicherheitsgefängnis war, und eine karge Landschaft. Hier ist alles nah beisammen und einfach. Es gibt noch Fischer, die abends ihre Netze flicken, und Kneipen, die das auftischen, was gerade aus dem blitzsauberen Meer gefischt wurde; man kann stundenlang über Felder und Hügel und durch enge Gassen streunen, ohne auf Tou­ris­ten­lärm zu treffen. Die winzigen Omnibusse (manchmal überfüllt, manchmal zwischen engen Häu­ser­wän­den beängstigend schnell unterwegs) bringen einen in jeden Winkel.

Auf der ganzen Insel verteilt gibt es etliche einfache Unterkünfte, auch Ferienwohnungen aller Preisklassen (für Neapolitaner, die im Sommer ihre Familien hierher ausquartieren und unter der Woche noch arbeiten müssen), dazu ein paar Hotels im bekannten malerischen Hauptort Corricella. Wir entschieden uns lieber für das kleine, feine Hotel La Tonnara in Chiaiolella am anderen, südwestlichen Ende der Insel, nur fünf Bus- und dreieinhalb Fuß-Kilometer entfernt, denn es bietet eine auf Procida einzigartige Gesamtlösung: ein tadelloses, sympathisch geführtes Hotel mit großen Zimmern, Garten, Dachterrasse und Bushaltestelle vor der Tür, einen schönen langen Sandstrand mit Schirm- und Liegestuhlvermietung, mehrere Fischlokale am runden Naturhafen und das Abenteuergelände der Insel Vivara um die Ecke. Die Zimmer in der Tonnara sind geräumig, stilvoll eingerichtet, gut gepflegt und sauber; wählen Sie aber eines im oberen Stock mit kleiner schattiger Loggia und Blick zum Hafen. (Das hoteleigene Restaurant konnte mit der gas­tro­no­mi­schen Umgebung leider nicht ganz mithalten.)

Das richtige Buch, um diese Insel zu begreifen, ist Elsa Morantes Klassiker »L’isola di Arturo« (»Arturos Insel«), dessen Rezension Sie hier finden.

Hotel La Tonnara in Marina Chiaiolella Hotel La Tonnara in Marina Chiaiolella Hotel La Tonnara in Marina Chiaiolella


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