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Rezension zu »Le vie del peccato« von Giorgio Pàstina

Le vie del peccato

von Giorgio Pàstina


Eifersucht treibt einen jungen Ehemann zum Mord am Rivalen. Während er, fest auf die Treue seiner Frau bauend, dafür seine Gefängnis­strafe verbüßt, wird sie für ein kurzes Abenteuer verführt. Als ihr Mann frei kommt, bringt sie sich um.
Film · · 90 Min.
Sprache: it · Herkunft: it · Region: Sardinien


Gefangene ihrer Gefühle

Rezension vom 27.02.2018 · noch unbewertet · noch unkommentiert

Eine dramatische und tragische Liebes­ge­schich­te vom Anfang des zwanzigsten Jahr­hunderts; der Schau­platz ist Nuoro. Ilaria ist die Ehe­frau eines jungen Arbeiters. Als einer der Männer aus den besse­ren Krei­sen der Stadt ihr nach­stellt, wird ihr Mann von Eifer­sucht und Hass ergriffen und tötet ihn. Dafür muss er für zwölf Jahre ins Gefängnis. Aber er erträgt seine Strafe mit geradezu heiterer Ge­lassen­heit, ist er doch ge­wiss, dass Ilaria liebevoll und treu auf ihn warten werde.

Da täuscht er sich aller­dings. Denn das Ende seiner Ge­fangen­schaft ist schon absehbar, da macht der feine, attraktive Don Roberto Ilaria den Hof, und sie wird schwach. Don Roberto – ebenso nieder­trächtig wie sein Schwie­ger­vater, für dessen Ermor­dung Ilarias Mann einsitzt – verführt sie, sie gibt sich ihm hin (die ge­wag­ten Film­szenen – die Haupt­dar­stelle­rin barbusig! – haben dem Regisseur herbe Kritik einge­bracht), wird seine Geliebte, doch bald schon ist er ihrer über­drüssig und lässt sie fallen. Die un­glück­liche Ilaria bringt sich um – an dem Tag, als ihr Mann sein Gefängnis verlässt.

Die Handlung orientiert sich an der Erzählung »Dramma« Grazia Deledda: »Dramma« in »Novelle III« bei Amazon (aus der Sammlung »Il fanciullo nascosto«, 1915/1921) von Grazia Deledda (1871-1936).

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