Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Wächter der See« von R. G. Grant

Wächter der See

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Rezension vom 16.08.2018
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Sprache: de · Herkunft: gb

Leuchttürme: Mythos und Ingenieurskunst

Dunkelheit hat für den modernen Menschen ihren Schrecken verloren. Wenn die Sonne untergeht, knipsen wir das Licht an. Wie anders müssen unsere Vorfahren empfunden haben, wenn »the eye of heaven« (Shakespeare, Sonett 18) sich verborgen hatte und Mond und Sterne verhüllt waren. Was blieb dann als Schauder und Gottver­trauen? Das Gefühl hilflo...

Rezension zu »Magnifica« von Maria Rosaria Valentini

Magnifica

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Rezension vom 29.06.2018
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Sprache: de · Herkunft: it

Die Geheimnisse der Tinte

Diese Autorin ist eine Entdeckung für alle, die empfänglich sind für den Zauber der Wörter. Die äußere Handlung des Romans entwickelt sich ruhig und unspekta­kulär (nicht ohne Erschütte­rungen); es ist die innere Handlung, die uns berührt. Was uns aber immer aufs Neue betört, ist die zarte Kraft der literari­schen Sprache. Sanft fließ...

Rezension zu »Exit West« von Mohsin Hamid

Exit West

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Rezension vom 01.02.2018
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Sprache: de · Herkunft: us

Die Liebe auf der Flucht

Ihre Stadt bleibt namenlos. Es ist eine von vielen in den Krisen­herden östlich und südlich Europas, wo militante Gruppen ihre Ideologie durch­setzen wollen, Gewalt und Zerstörung um sich greifen, Ressourcen verknappen. Und doch gehen die Menschen in solch einer »Stadt am Rand des Abgrunds« ihrem Alltag nicht anders nach als wir. Die junge N...

Rezension zu »Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens« von Oliver Bottini

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

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Rezension vom 10.01.2018
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Sprache: de · Herkunft: de

Verlierer und Profiteure der Zeitläufte

Mecklenburg-Vorpommern und Westrumänien sind zwei Regionen Europas, die eher am Rand unseres Bewusst­seins schlummern. Beide gelten als ländlich und rück­ständig. Unser Bild Rumäniens prägen Bilder von trans­silvani­schen Vampiren und verwahr­losten Kinder­heimen am Ende der Ceaușescu-Diktatur. Oliver Bottini erzählt...

Rezension zu »Was man von hier aus sehen kann« von Mariana Leky

Was man von hier aus sehen kann

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Rezension vom 22.08.2017
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Sprache: de · Herkunft: de

Vom Leben, Lieben, Sterben

Wer nach einem modernen, warmherzigen, lebens­klugen, tief­sinnigen Märchen sucht, ist bei Mariana Lekys Roman »Was man von hier aus sehen kann« richtig aufge­hoben. Die phäno­menale Erzählerin versetzt uns in ein ungewöhn­liches kleines Dorf im Westerwald der frühen Achtziger­jahre, wo lauter skurrile, lieb...

Rezension zu »Der Freund der Toten« von Jess Kidd

Der Freund der Toten

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Rezension vom 02.08.2017
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Sprache: de · Herkunft: gb

Ein ›Moses‹ aus Mulderigg

Die uns bis dato unbekannte britische Autorin Jess Kidd (*1973) sollte man sich unbedingt merken. Mit ihrem Erstling »Der Freund der Toten« hat sie einen köstlich amü­santen, zugleich abgrund­tief düste­ren, spannen­den Lese­genuss vorgelegt. Der Plot – Waisen­kind sucht als junger Erwach­sener nach ...

Rezension zu »Ein Monat auf dem Land« von J. L. Carr

Ein Monat auf dem Land

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Rezension vom 25.09.2016
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Sprache: de · Herkunft: gb

Alles wird gut

Wer an diesem Sommertag 1920 aus dem Zugabteil oder aus dem Stations­vorsteher­haus von Oxgodby, Yorkshire, zuschaut, wie Tom Birkin seine Sieben­sachen aus dem Waggon auf den Bahnsteig hievt, wird es sich gleich denken: Einer dieser verhärmten, mittel­losen und trauma­tisierten Kriegs­heim­kehrer. Der Mantel zu gro&szl...

Rezension zu »Die letzten Entdecker« von Naomi J. Williams

Die letzten Entdecker

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Rezension vom 26.03.2016
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Sprache: de · Herkunft: us

Weltreisende mit offenen Augen und Ohren

Als der erfahrene französische Kapitän Jean-François de Galaup de La­pé­rouse 1785 in See stach, hatte er ein paar Jahr­zehnte Ver­spätung. Frank­reich war auf den Meeren der Welt ins Hinter­treffen geraten. Ob die Briten nun schneller, drauf­gänge­rischer oder ge­schick­ter organi­siert...

Rezension zu »Was wir nicht wussten« von TaraShea Nesbit

Was wir nicht wussten

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Rezension vom 15.02.2016
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Trivialitäten aus der Werkstatt des Todes

Wir ziehen in den Südwesten! Diese Botschaft brachten im Sommer 1943 etwa zwei Dutzend ameri­ka­nische Ange­stellte mit nach Hause. Der Umzug war vom Arbeit­geber ange­ordnet – der US-Regie­rung. Die Männer waren hoch­quali­fizierte und spezia­lisierte Wissen­schaftler, ihr Auftrag ambi­tioniert, ...

Rezension zu »Von Männern, die keine Frauen haben« von Haruki Murakami

Von Männern, die keine Frauen haben

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Rezension vom 09.03.2015
7 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: jp

Rätselhafte Wesen

Dem Himmel sei Dank. Sie sind bloß Kunstfiguren, die Männer, die in den sie­ben Erzählungen von Haruki Murakami eine seltsam triste Existenz führen. Ganz ohne Frauen müssen sie zwar nicht auskommen, aber sie kommen mit de­nen, die sie haben, irgendwie nicht richtig zusammen. So verzweifeln sie schier an ihrer Isolation, an fehlend...

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