Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Angst« von Dirk Kurbjuweit

Angst

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Rezension vom 21.03.2014
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Der Feind in meinem Haus

Tisch und Stühle sind »am Boden festgeschraubt«, wo Hermann Tiefenthaler, 78, Architekt im Ruhestand, lebt. Sein Sohn Randolph (45) ist traurig, ihn dort »so sitzen zu sehen, in seiner ausgeleierten Hose, die er ohne Gürtel trägt, in seinem verschlissenen Hemd« – und schweigend. Der alte Mann ist nicht im Altersheim...

Rezension zu »Palmherzen« von Laura Lee Smith

Palmherzen

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Rezension vom 17.03.2014
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Die bravourösen Bravos

Mit der Pistole im Hosenbund ist Dean Bravo in seinem Pick-up unterwegs. Wie so oft sucht er seinen Vater Tucker. Dieses Mal wird er ihm für alle Zeiten das Licht aus­pusten. Denn Deans Mutter Margie musste im Kran­ken­haus not­ope­riert werden, nachdem ihr Mann sie mal wieder zu­sam­men­ge­schla­gen hatte. ...

Rezension zu »Das Leuchten in der Ferne« von Linus Reichlin

Das Leuchten in der Ferne

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Rezension vom 27.02.2014
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Bei den Gotteskriegern

Moritz Martens ist nichts mehr fremd in dieser Welt. Sudan, Bosnien, Ruanda, Af­gha­nis­tan – aus allen Krisenregionen hat er berichtet. Er sprach mit »Hutu-Bur­schen«, deren Gesichter weder »Hass« noch »Freude am Töten« aus­drück­ten, sondern Erschöpfung von den »Anstrengun...

Rezension zu »Die Revolution des Mondes« von Andrea Camilleri

Die Revolution des Mondes

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Rezension vom 25.02.2014
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Eine königliche Revolutionärin

Im schier unerschöpflichen Fundus der Geschichte Siziliens hat Andrea Ca­mil­le­ri ein kleines Intermezzo ausgegraben, das die Welt nicht verändert hat, aber noch uns Heutigen eine Lehre erteilen kann. Das be­sondere Geschick des Autors liegt darin, dass er der erzählten Episode meh­re­re Ebenen verleiht: Da sind zuallererst menschliche Sc...

Rezension zu »Jakobs Mantel« von Eva Weaver

Jakobs Mantel

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Rezension vom 15.02.2014
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Das Drama hinter der Bühne

Mika ist stolz. Mit seiner Mutter Halina und Groß­vater Jakob Hern­steyn, liebe­voll »Tatuś« (Papa) genannt, lebt der gewitzte, wiss­begierige Junge in War­schau, dem »blü­hen­den Zentrum jüdi­scher Kultur«. (Sein Vater starb 1929; da war er drei Jahre alt.) Im September 1939 ändert sich alles. Die Wehrmacht überrollt Polen, und d...

Rezension zu »Das Lächeln meiner Mutter« von Delphine de Vigan

Das Lächeln meiner Mutter

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Rezension vom 08.02.2014
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Das Unaussprechbare aufschreiben

Der Familie Poirier bleibt nichts erspart. Drei ihrer neun Kinder sterben, und die überlebenden haben es schwer. Für Mutter Liane ist jede Schwangerschaft Er­fül­lung und Geschenk Gottes, zehrt aber auch an ihrer Substanz. Die älteste, Lisbeth, 1944 geboren und jetzt fast zehn, hilft im Haushalt und passt auf die Klei­nen auf. Vater...

Rezension zu »Nilowsky« von Torsten Schulz

Nilowsky

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Rezension vom 31.01.2014
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Ungleiche Blutsbrüder

Die ganze Gegend stinkt penetrant nach Schwefel. Schuld ist das Chemiewerk, in dem Markus' Eltern ihre neuen Arbeitsplätze haben. Herr Bäcker ist Lei­ten­der Ingenieur, seine Frau Sekretärin des Betriebsdirek­tors. Die Familie hat hier am Ost-Berliner Stadtrand eine Wohnung bezogen, 3. Stock über einer Eck­knei­pe, knapp 50 m vom Bahndamm ...

Rezension zu »Die Analphabetin, die rechnen konnte« von Jonas Jonasson

Die Analphabetin, die rechnen konnte

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Rezension vom 28.01.2014
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Die fabelhafte Welt der Nombeko

Nombeko Mayeki kann sich glücklich schätzen. Sie hat ein Dach über dem Kopf, einen festen Job und neun Jahre Berufserfahrung. Dabei ist sie erst vier­zehn. Dass ihre Arbeit anrüchig ist, spielt keine Rolle. Sie ist nur das Sprung­brett für eine märchenhafte Karriere. Tag für Tag entsorgt sie ei­mer­wei­se Fä­ka­l...

Rezension zu »Mortimer & Miss Molly« von Peter Henisch

Mortimer & Miss Molly

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Rezension vom 07.01.2014
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L'amore in Toscana

Miss Molly steht am Fenster ihres Häuschens an der Stadtmauer, als ihr Glück vom Himmel fällt. Punkt­genau landet es im Kreismittelpunkt des Re­nais­sance­gar­tens vor ihren Augen. Der amerikanische Fall­schirmspringer war im letzten Moment aus seinem Jagd­bom­ber gesprungen, ehe die deutsche Flak die Ma­schine traf. Zwanzig Jahre zuvor...

Rezension zu »Die beste Lage« von Gaetano Capelli

Die beste Lage

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Rezension vom 26.12.2013
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Wein, Weib und Witz

Mitten in der Basilicata ragt auf halbem Weg zwischen Bari und Salerno das majestätische Massiv des Monte Vulture auf. An den Hängen des 1326 Meter hohen erloschenen Vulkans wird bis in 800 Meter Höhe ein Rotwein angebaut, bei dessen bloßer Er­wäh­nung Kenner schon den Korkenzieher zücken: Der Aglianico del Vulture ist eine flüssige Delika...

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