Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Der Tag vor dem Glück« von Erri de Luca

Der Tag vor dem Glück

von


Rezension vom 01.02.2011
17 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Das Glück ist ein Geschenk

Im Neapel der fünfziger Jahre wächst der Ich-Erzähler als Waisenkind auf. Der Roman schildert seine Kindheit und Jugend und eine Fülle von Episoden aus dem Alltag der Zeit. Der Junge lebt allein in einem Kabuff und sehnt sich danach, mit den anderen Jungen auf dem Platz vor dem Mietshaus Fußball zu spielen. Als der Ball unerreichbar auf den Ba...

Rezension zu »Das Gewicht des Schmetterlings« von Erri de Luca

Das Gewicht des Schmetterlings

von


Rezension vom 18.11.2011
10 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Das letzte Duell

Die ersten beiden Sätze stecken das Koordinatensystem einer Existenz ab: "Seine Mutter war vom Jäger erlegt worden. In seinen kitzjungen Nüstern hatte sich der Geruch von Mensch und Schießpulver unauslöschlich festgesetzt." Er, das ist ein junger Gamsbock. Der Mensch ist sein ärgster und stärkster Feind. Der gemeinsame Lebensort ist ein kars...

Rezension zu »Montedidio« von Erri de Luca

Montedidio

von


Rezension vom 14.11.2012
9 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Vom Fliegen über Neapels Dächern

Der Ich-Erzähler ist dreizehn, hat fünf statt der obligatorischen drei Schuljahre hinter sich, zählt nun als Mann und kann Geld verdienen. Er hilft Errico, dem Schreiner, der ihm aus der Zeitung vorliest, und lernt bei ihm, geschickt, ordentlich und lebenstüchtig zu werden. In einer Ecke der Werkstatt sitzt der alte Don Rafaniello, ein nordoste...

Rezension zu »Schilf im Wind | Canne al vento« von Grazia Deledda

Schilf im Wind | Canne al vento

von


Rezension vom 03.01.2013
9 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

»Die Deledda hat alles von uns Sarden begriffen«

Was Mintonia, die Protagonistin aus Salvatore Niffois großartigem Roman »Die barfüßige Witwe«, von ihrem Mentor Tziu Imbece hört, wird 1926 auch das Stock­holmer Komitee gewusst haben, das der Autorin Grazia Deledda (1871-1936) den Nobel­preis für Literatur zusprach, »für ihre von Idealismus getragenen Werke, die mit Anschau­lich­keit ...

Rezension zu »Arminuta« von Donatella Di Pietrantonio

Arminuta

von


Rezension vom 01.10.2018
6 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Die Bedeutung einer Mutter

Das Mädchen ist dreizehn, sensibel, intelligent und aufgeschlossen. Die fürsorg­lichen Eltern haben das Einzel­kind wohlbe­hütet großge­zogen und in allem gefördert. Die Familie wohnt in einem gepflegten kleinen Haus direkt am Strand. Eines Tages fährt ihr Vater – er ist Cara­biniere – mit ihr hinauf zu einem Bergdorf in den Abruzzen...

Leseeindruck zu »Das Wunder von Treviso« von Susanne Falk

Das Wunder von Treviso

von


Leseeindruck vom 30.05.2011
3 x als hilfreich bewertet · mit 1 Kommentaren
Sprache: de · Herkunft: it

Wunder gibt es immer wieder

Dem unscheinbaren italienischen Örtchen Treviso geht es wie so vielen anderen. Die jungen Menschen finden in den Großstädten Jobs und lassen die Alten zurück. Noch gibt es in Treviso eine Trattoria, eine Bar, einen kleinen Supermarkt, einen Friseur und natürlich die Kirche Santa Maria degli Angeli. Deren Pfarrer Don Antonio ist mit seinen 77 J...

Rezension zu »Meine geniale Freundin« von Elena Ferrante

Meine geniale Freundin

von


Rezension vom 26.10.2016
12 x als hilfreich bewertet · mit 1 Kommentaren
Sprache: de · Herkunft: it

Eine flirrende Beziehung

Kaum ein anderes Buch wurde in den letzten Jahren international so zerpflückt wie dieses, um kaum ein anderes gab es einen grö­ßeren Hype. Dazu trug auch das selbst gewählte Versteck­spiel der Autorin bei, die voll­ständig hinter ihr Werk zurück­treten wollte und gerade durch diesen Akt der Demut eine Flut von In­vesti­gationen und Spek...

Rezension zu »Das lügenhafte Leben der Erwachsenen« von Elena Ferrante

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen

von


Rezension vom 05.11.2020
2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Mit eigenen Augen betrachtet

Es ist ja gar nicht zu vermeiden, dass man Ver­gleiche anstellt. Die Marke »Elena Ferrante« ist geprägt durch ihre Tetra­logie von der genialen Freundin, die zwischen 2011 und 2014 weltweit alle Best­seller­listen eroberte. Wenn nun ein zwölf­jähriges Mädchen aus Neapel als Ich-Erzäh­lerin und Protago­nistin des neuesten Romans auftri...

Rezension zu »Bleiernes Schweigen« von Patrick Fogli und Ferruccio Pinotti

Bleiernes Schweigen

von


Rezension vom 11.05.2012
noch unbewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Domino des Grauens

Adriano und seine Schwiegertochter Elena arbeiten als Jour­na­lis­ten für eine gro­ße ita­lie­ni­sche Zei­tung. Schon seit den 80er Jah­ren ver­fol­gen sie die ge­sell­schaft­li­che Ent­wick­lung ihres Landes, und es erschüttert sie immer wieder, wie stark Politik und Kirche, Wirtschaft und Finanzwesen, Polizei und Geheimdienste...

Rezension zu »Schwestern« von Marcello Fois

Schwestern

von


Rezension vom 11.09.2015
2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Getrennte Wege, geteilte Orte

Ernesto Cappello ist verstorben. Er hinterlässt zwei Töchter, die Zwillinge Ales­sand­ra und Ma­ri­nel­la. Um genau zu sein, hat er sie schon ›hin­ter­las­sen‹, als er sich vor vierzig Jahren auf und davon machte, ohne Angabe von Gründen. Da waren die beiden Mäd­chen acht, eine von ihnen tod­...

Keine weiteren Seiten vorhanden

Go to Top