Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Il metodo Catalanotti« von Andrea Camilleri

Il metodo Catalanotti

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Rezension vom 10.07.2018
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Lieben Sie Priestley?

Niemals zuvor hat Andrea Camilleri seinen legendären commissario derart demaskiert wie in diesem, dem sechs­undzwan­zigsten Krimi der Reihe [› Übersicht]. Dass Salvo Montalbano mit dem Älter­werden hadert, zog sich als roter Faden schon durch die letzten Bände, blieb aber begrenzt auf ein paar schnoddrige Bemer­kungen, selbstmit­leidige ...

Rezension zu »Se vuoi vivere felice« von Fortunato Cerlino

Se vuoi vivere felice

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Rezension vom 06.06.2018
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Was heißt hier Glück?

Fortunato hat Glück gehabt. Er ist raus aus Neapel. Mit siebzehn hat er sich abgesetzt und sich in der Ferne einen Namen als Schau­spieler erarbeitet. Der inter­natio­nale Durchbruch kam mit der Serie »Gomorrha«, wo er den Mafia-Boss Don Pietro Savastano verkörpert (seit 2014). Drehort war das Städtchen Scampia, eine Camorra-Hochburg im Nor...

Rezension zu »La compagnia delle anime finte« von Wanda Marasco

La compagnia delle anime finte

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Rezension vom 03.11.2017
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Das Purgatorium als Mosaik

Am Totenbett von Vincenzina Umbriello sitzt ihre Tochter Rosa Maiorana. Sie betrachtet die Verstor­bene, spricht eindring­lich mit ihr. Sie will sich der Seele ihrer Mutter annähern, ihr Wesen verstehen. In einer langen Zwie­sprache mit ihr erzählt sie Vincen­zinas Lebens­geschichte. Dies ist die Ausgangssituation von Wanda Marascos Roman »...

Rezension zu »Il nome del padre« von Flavio Villani

Il nome del padre

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Rezension vom 24.08.2017
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Gerechtigkeit verjährt nicht

Die Großstadt ist wie ausgestorben. Die Geschäfte der Boule­vards sind mit eisernen Roll­läden verram­melt, die weiten Plätze menschen­leer. Selbst die Hallen des Haupt­bahn­hofs wirken verlassen. Wie jedes Jahr sind zu Ferragosto alle ans Meer geflohen. Dieser Sommer – 1972 – ist besonders unerträg­...

Rezension zu »La rete di protezione« von Andrea Camilleri

La rete di protezione

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Rezension vom 08.07.2017
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Lob der Besonnenheit

Vier Schwerpunkte hat dieser Montalbano-Krimi, und jeder trägt zum Gelingen des Ganzen sein Quantum an Spannung, kluger Unter­haltung und Nach­denk­lich­keit bei. Als erstes lockt der Autor mit einer nostalgischen Vor­stel­lung: Wie mag das Leben in Vigàta vor sechzig Jahren ausge­sehen haben? Den Anlass liefert ein italie­nisch-schwedi­...

Rezension zu »Angelica e le comete« von Fabio Stassi

Angelica e le comete

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Rezension vom 22.06.2017
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Der Zauber der hölzernen Puppen

Jeder, der Sizilien bereist, wird ihnen irgendwo in persona begegnen: als Restau­rant-Deko, im Museum, bei einem Trödler, besten­falls auf einer Bühne. Ihr Anblick verzau­bert, und staunend halten wir inne. Die Rede ist von jenen bunt bemalten sizilianischen Marionetten, die, einen halben bis einen Meter groß, so ganz anders auf­treten als i...

Rezension zu »Maria di Ísili« von Cristian Mannu

Maria di Ísili

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Rezension vom 08.02.2017
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Ohne Kompromisse

Dies ist ein kraftvoller, stimmig und dicht konstruierter, sprachlich faszinie­render und sehr sardischer Roman, den der Bank­angestellte Cristian Mannu (geboren 1977 in Cagliari) als Erstling verfasst hat. Er wurde dafür mit dem Premio Italo Calvino 2015 geehrt, einem Preis für noch unver­öffent­lichte litera­rische Debüts. Im April 2016 ...

Rezension zu »Doppio cielo« von Giulio Angioni

Doppio cielo

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Rezension vom 24.08.2015
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Helden der Finsternis

Luisu (sardisch für Luigi) ist fünfzehn und kennt noch nicht viel von der Welt außerhalb von Fraus, einem fiktiven Landstädtchen im Südwesten Sardiniens, wo nur Kranke in einem Bett schlafen und noch niemand eine Toilette mit Wasserspülung benutzt hat. Aber wissbegierig ist er: »Lui è uno che sa bene di cose di campagna, di annate e di stag...

Rezension zu »Sulla faccia della terra« von Giulio Angioni

Sulla faccia della terra

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Rezension vom 01.03.2015
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Eine Insel der Hoffnung

Wohin fliehen, wenn in kriegerischen Zeiten Lebens­ge­fahr droht? Dahin, wo Krank­heit und Tod woh­nen. Des­halb zieht es Man­nai Mu­re­nu auf die In­sel der Aus­sät­zi­gen. Dort­hin wird ihn kei­ner der Pi­sa­ner ver­fol­gen, die San­ta Gia nach Mo­na­ten der Belagerung zer­stört, seine Ein­woh­ner ge­tö­tet, als Ru­d...

Rezension zu »Letteratura italiana: Da Francesco d'Assisi a Paolo Giordano« von Ludger Scherer [Hrsg.]

Letteratura italiana: Da Francesco d'Assisi a Paolo Giordano

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Rezension vom 20.01.2015
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Eine offene Schatztruhe

Dieses Buch ist vielseitig. Auf fast 400 Seiten stellt es 64 Au­to­ren und fünf Au­to­rin­nen aus neun Jahrhunderten mit mindestens einem Werk­aus­zug vor. Lyrik dürfte überwiegen, von Prosa dicht gefolgt, auch Dra­men­aus­zü­ge, es­sayis­ti­sche und Sachtexte sind vertreten. Die Sammlung ...

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