Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »La chimera | Die Hexe aus Novara« von Sebastiano Vassalli

La chimera | Die Hexe aus Novara

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Rezension vom 08.12.2011
4 x als hilfreich bewertet · mit 1 Kommentaren
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Gut und Böse in Antonias kurzem Leben

Das Findelkind Antonia wächst im Kloster San Michele in Novara auf, wo man sie streng und fromm er­zieht, aber auch immer wieder erniedrigt. Die etwas ältere Rosalina verrät ihr manche geheimen Machen- und Liebschaften, die sie im Konvent beobachtet hat. Mit zehn Jahren wird das Mädchen, wie es üblich war, als eine Art Sklavin an Bauern aus d...

Rezension zu »La vedova scalza« von Salvatore Niffoi

La vedova scalza

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Rezension vom 10.09.2011
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Bittere und schwere Kost

Salvatore Niffoi erhielt für seinen großartigen Roman »La vedova scalza« 2006 den Premio Campiello. Fünf Jahre später erschien bei Zsolnay die deutsche Übersetzung, »Die barfüßige Witwe« [› Rezension]. Nachdem ich von der deutschen Ausgabe begeistert war, kaufte ich mir die Originalausgabe, um dem Charakter des Buches über das Sardisc...

Rezension zu »Vita« von Melania G. Mazzucco

Vita

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Rezension vom 04.07.2011
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Un sogno americano – un incubo americano

Mutterseelenallein kommen Vita (9) und Diamante (12) im Jahr 1903 aus ihrem bitterarmen Heimatdorf Tufo di Minturno (Provinz Caserta) auf Ellis Island an. Im Gewirr Tausender armseliger Einwanderungs­williger gelingt es ihnen, sich durch die strengen Kontrollprozeduren zu schmuggeln, so dass sie den Bo­den der Neuen Welt betreten können: New Yor...

Rezension zu »L'ottava vibrazione« von Carlo Lucarelli

L'ottava vibrazione

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Rezension vom 25.02.2011
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Exotik, Begierde, Staub, Schweiß und Blut in der italienischen Kolonie Eritrea

Carlo Lucarellis Roman »L’ottava vibrazione« schildert das Leben in Italiens afrikanischer Kolonie Eritrea im Frühjahr 1896. Der (hochproduktive) Autor entwickelt ein breites Figurenpanorama, das Kolonialbeamte, sämtliche Ränge in den Militäreinheiten, etliche Einheimische (Bedienstete, Mädchen und junge Frauen, Kämpfer) und etliche itali...

Rezension zu »Otranto - L'ora di tutti« von Maria Corti

Otranto - L'ora di tutti

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Rezension vom 04.06.2010
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Was uns die Gebeine der Enthaupteten zu erzählen wissen

Dieser Roman ist nur im italienischen Original (»L’ora di tutti«) oder als englische Übersetzung (»Otranto« ) erhältlich. Eine deutschsprachige Ausgabe scheint es leider noch nie gegeben zu haben. Otranto ist ein Fischerstädtchen fast am süd­lichsten Punkt Apuliens – also an der ›Ab­satz­spitze‹ des italienischen ›Stiefels‹. ...

Rezension zu »Accabadora« von Michela Murgia

Accabadora

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Rezension vom 11.02.2010
71 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Geburt und Tod, Handeln und Schicksal in Sardinien

Dies ist ein wunderbar runder, poetisch dichter Roman, der ergreifende Lebensge­schichten mit nichts weniger als existen­ziellen Problemen verwebt: Geburt und Tod, Handeln und Schicksal. Den Boden, auf dem sich all dies vollzieht, bilden die eigentümlich anmutenden Traditionen Sardiniens, die, gewachsen in Jahrhun­derten der bitterarmen Hirten...

Rezension zu »Padre padrone« von Gavino Ledda

Padre padrone

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Rezension vom 04.02.2010
12 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Emanzipation aus der Steinzeit

Dies ist ein autobiographischer Roman über eine erschütternd harte Kindheit und Jugend in einem archai­schen Sardinien der Hirten: Was anmutet wie Steinzeit, trug sich erst »kürzlich« zu – zwischen 1938 (Leddas Geburtsjahr) und ca. 1970. Schauplatz ist das Dorf Siligo im hügeligen Nordwesten Sardiniens (Provinz Sassari), vor allem aber die...

Rezension zu »I Bastardi di Pizzofalcone: Übersicht der Kriminalromane und Fernsehfilme« von Maurizio de Giovanni

I Bastardi di Pizzofalcone: Übersicht der Kriminalromane und Fernsehfilme

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Rezension vom 30.07.2021
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Die berühmteste Polizeiwache von Neapel

»I Bastardi di Pizzofalcone« ist eine Serie von Kriminalromanen des Autors Maurizio de Giovanni (1958 in Neapel geboren). Unter dem gleichen Titel strahlte RAIuno eine Serie von Fernsehfilmen aus. Für die deutschen Übersetzungen wählte man die Bezeichnung »Die Gauner von Pizzofalcone«. Pizzofalcone – Die Polizeistation – Das Team – Die...

Rezension zu »Io non ci volevo venire« von Roberto Alajmo

Io non ci volevo venire

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Rezension vom 29.06.2021
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Giovà der Schläfer

Nein, Giovà ist wahrlich nicht die hellste Kerze auf der Torte der Familie Di Dio, aber wenigs­tens die schwerste, und zwar sowohl bezüglich seines Körper­gewichts als auch von Begriff. Bei wichtigen Gesprä­chen, etwa mit la signora Anto­nietta, seiner Mutter, neigt er dazu, sich vor jeder inhalt­lichen Reaktion ein Zeit­polster zu versch...

Rezension zu »La vera storia di Martia Basile« von Maurizio Ponticello

La vera storia di Martia Basile

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Rezension vom 19.11.2020
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Um das Leben betrogen

Nur in ein paar Gedichtzeilen aus dem frühen siebzehnten Jahrhundert ist uns das traurige Ende der Gatten­mörderin über­liefert, die 1603 in Neapel geköpft wurde. Der Autor des Gedichts, eine Art fahrender Sänger namens Giovanni della Carretòla, trug seine Werke in der seit Boccaccio populären Stanzen­form wohl auf Märkten und Feiern vor...

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