Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »L'ottava vibrazione« von Carlo Lucarelli

L'ottava vibrazione

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Rezension vom 25.02.2011
4 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Exotik, Begierde, Staub, Schweiß und Blut in der italienischen Kolonie Eritrea

Carlo Lucarellis Roman »L’ottava vibrazione« schildert das Leben in Italiens afrikanischer Kolonie Eritrea im Frühjahr 1896. Der (hochproduktive) Autor entwickelt ein breites Figurenpanorama, das Kolonialbeamte, sämtliche Ränge in den Militäreinheiten, etliche Einheimische (Bedienstete, Mädchen und junge Frauen, Kämpfer) und etliche itali...

Rezension zu »Otranto - L'ora di tutti« von Maria Corti

Otranto - L'ora di tutti

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Rezension vom 04.06.2010
2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: it · Herkunft: it

Was uns die Gebeine der Enthaupteten zu erzählen wissen

Dieser Roman ist nur im italienischen Original (»L’ora di tutti«) oder als englische Übersetzung (»Otranto« ) erhältlich. Eine deutschsprachige Ausgabe scheint es leider noch nie gegeben zu haben. Otranto ist ein Fischerstädtchen fast am süd­lichsten Punkt Apuliens – also an der ›Ab­satz­spitze‹ des italienischen ›Stiefels‹. ...

Rezension zu »Accabadora« von Michela Murgia

Accabadora

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Rezension vom 11.02.2010
67 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Geburt und Tod, Handeln und Schicksal in Sardinien

Dies ist ein wunderbar runder, poetisch dichter Roman, der ergreifende Lebensgeschichten mit nichts weniger als existenziellen Problemen verwebt: Geburt und Tod, Handeln und Schicksal. Den Boden, auf dem sich all dies vollzieht, bilden die eigentümlich anmutenden Traditionen Sardiniens, die, gewachsen in Jahrhunderten der bitterarmen Hirtenkultur ...

Rezension zu »Padre padrone« von Gavino Ledda

Padre padrone

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Rezension vom 04.02.2010
9 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Emanzipation aus der Steinzeit

Dies ist ein autobiographischer Roman über eine erschütternd harte Kindheit und Jugend in einem archai­schen Sardinien der Hirten: Was anmutet wie Steinzeit, trug sich erst »kürzlich« zu – zwischen 1938 (Leddas Geburtsjahr) und ca. 1970. Schauplatz ist das Dorf Siligo im hügeligen Nordwesten Sardiniens (Provinz Sassari), vor allem aber die...

Rezension zu »Il superstite« von Massimiliano Governi

Il superstite

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Rezension vom 18.10.2018
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Ohne Ende

Weil er ein paar Meter weiter wohnt, entgeht er dem Tod und findet seine Eltern, seinen Bruder und seine Schwester kaltblütig erschossen in ihrem Haus auf. Die Mörder werden schnell gefasst: zwei Serben, Onkel und Neffe. Letzterer begeht Selbstmord, Ersterer wird in seiner Heimat zu lebens­langer Haft verurteilt. All das wissen wir nach dem erst...

Rezension zu »L’anello mancante – Cinque indagini di Rocco Schiavone« von Antonio Manzini

L’anello mancante – Cinque indagini di Rocco Schiavone

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Rezension vom 28.07.2018
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Il vicequestore imperfetto

Mit vier sehr unterschiedlichen Kriminalfällen hat es Rocco Schiavone in diesem Band zu tun. Die fünfte Geschichte stellt ihn vor die viel­leicht diffizilste Aufgabe, obwohl darin nicht einmal falsch geparkt wird. Aber dass ausge­rechnet der launi­sche, Gras konsumie­rende viceques­tore eine Fußball­mann­schaft zusammen­stellen und train...

Rezension zu »Il compimento è la pioggia« von Giorgia Lepore

Il compimento è la pioggia

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Rezension vom 17.05.2018
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Bari, dunkle, eisige Stadt

Apulische Kaufleute raubten 1087 in Kleinasien die sterblichen Überreste des heiligen Nikolaus und über­führten sie nach Bari, wo es an standes­gemäßen Reliquien gerade schmerzlich mangelte. Sogleich errichtete man dem wirtschaft­lich höchst willkom­menen Neuzugang eine strahlend weiße Basilika innovativen Stils, die zu einem populären ...

Rezension zu »Resto qui« von Marco Balzano

Resto qui

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Rezension vom 19.04.2018
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Lauter verlorene Schlachten

An diesem Kirchturm fährt keiner vorbei, ohne anzuhalten und ein paar Fotos zu machen. Nicht seine schlichte Architektur noch sein Alter (fast sieben Jahrhun­derte) lässt die Touristen auf die Bremse treten, sondern seine frappie­rende Unvoll­ständig­keit. Nicht weit vom Ufer des Reschen­sees ragt nur seine obere Hälfte mit dem simplen Spi...

Rezension zu »Il venditore di metafore« von Salvatore Niffoi

Il venditore di metafore

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Rezension vom 22.01.2018
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Die Kraft der Wörter

VR – virtual reality – gilt als Meilenstein auf dem Wege zur Digitalisierung unserer Welt. Entgegen dem Trend, künst­liches Erleben als erstrebens­wert zu glorifi­zieren, feiert Salvatore Niffoi mit seinem neuen Buch die uralte, zutiefst menschliche Tradition des münd­lichen Erzählens. Erzählen ist eine Fertigkeit, die wie ein Zauber wi...

Rezension zu »La giustizia di Pulcinella« von Massimo Torre

La giustizia di Pulcinella

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Rezension vom 19.07.2017
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Der Spiderman der Sanità

Sanità – das ist ein unscheinbarer rione in Neapel. Touristen sehen keine Veran­lassung, in diesem Stadt­viertel herum­zustro­mern. Dabei geschehen hier, wo die ein­fachen Leute unter sich bleiben, Dinge, die weltweit Aufsehen erregen. Einem einzelnen Mann, der sich Pulci­nella nennt und seine wahre Identität verbirgt, ist es gelungen (da...

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