Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Übersicht Montalbano – die Kriminalromane und Kurzgeschichten« von Andrea Camilleri

Übersicht Montalbano – die Kriminalromane und Kurzgeschichten

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Rezension vom 30.12.2012
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Sicilianità im Kriminalroman

Seinen eigentlichen Durchbruch als Autor erlebte Andrea Camilleri erst als fast Siebzigjähriger, nachdem 1994 sein erster Roman über den Kommissar Salvo Montalbano erschien: »La forma dell'acqua« (»Die Form des Wassers«). Davor hatte Camilleri sein Leben lang als Schriftsteller, Journalist, Regisseur und Hochschullehrer gearbeitet. Seine brei...

Rezension zu »Io non ho paura« von Niccolò Ammaniti

Io non ho paura

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Rezension vom 11.12.2012
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Verlorene Unschuld

Michele, eins der Kinder eines gottverlassenen armen Dorfes in Apulien, ent­deckt in einem abgedeckten Erdloch bei einem verfallenen Bauernhaus einen zarten, blassen Knaben, angekettet, verschüchtert, ver­dreckt und sprachlos. Erst hält er ihn für eine Art Gespenst, so körperlos und blutleer wirkt das verhärmte Kind auf ihn. Bei erneuten Bes...

Rezension zu »Emily, allein« von Stewart O'Nan

Emily, allein

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Rezension vom 31.03.2012
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Sprache: de · Herkunft: us

Allein - aber nicht einsam

Stewart O'Nans Roman "Emily, allein" ist ein ganz zarter, stiller, zurückhaltender, bescheidener Roman. Im Mittelpunkt steht die 80-jährige Emily Maxwell, die in einem einstmals repräsentativen, gutbürgerlichen Haus in Pittsburgh wohnt. Ihr Mann Henry verstarb vor ein paar Jahren an Krebs, die Kinder Margaret und Kenneth leben mit ihren Familie...

Rezension zu »Spaltkopf« von Julya Rabinowich

Spaltkopf

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Rezension vom 05.12.2011
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Heimatlos

Bekenntnisse der Erzählerin Mischka: "Meine Geschichte blutet sich aus mir heraus. Wo ich gestern zu Hause war, ist morgen verändert, und übermorgen vergangen." (S. 180) – "Wenn ich die Wahl zwischen zwei Stühlen habe, nehme ich das Nagelbrett." (S. 12, S. 181) – "Für das gärende Gift in mir verachte ich mich auch." (S. 190) Was muss ein ...

Rezension zu »Cevdet und seine Söhne« von Orhan Pamuk

Cevdet und seine Söhne

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Rezension vom 20.10.2011
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Sprache: de · Herkunft: tr

Die türkische Oberschicht im Wandel der Zeit

Orhan Pamuk gilt als wichtigster Schriftsteller der Türkei. Sein Werk wurde in mehr als 35 Sprachen übersetzt und weltweit veröffentlicht, und 2006 wurde er mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Die Figuren seiner Romane lässt er als Vermittler zwischen der europäischen Kultur und der Tradition seines Landes agieren. Er selber engagiert ...

Rezension zu »Die Larve« von Jo Nesbø

Die Larve

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Rezension vom 19.10.2011
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Die Ratte

Oslos Drogenszene beherrscht ein einziger "Ataman" – ein Gespenst, das bisher noch niemand gesehen hat. Zwei russische Killer machen für ihn die Drecksarbeit; sie organisieren und kontrollieren sein einträgliches und todbringendes Geschäft. Drei junge Leute – Gusto, seine Stiefschwester Irene und Oleg – sind als kleine Dealer mit dabei. Si...

Rezension zu »Abends um 10« von Kate de Goldi

Abends um 10

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Rezension vom 12.01.2011
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Rara Avis – seltener Vogel

Der zwölfjährige Frankie ist ein Junge, wie es ihn wohl nur einmal gibt. Er ist zuverlässig, ordentlich, fleißig, hilfsbereit, er liebt Sprache, sammelt Adverbien, kann ohne Schwierigkeiten über fünfzig Vogelnamen aufzählen, und auf seiner langen Liste ekelhafter Erfahrungen rangieren ganz oben blutige Pflaster, Schorf, Popel und was einem n...

Rezension zu »Prinzessin Rauschkind« von Manfred Wieninger

Prinzessin Rauschkind

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Rezension vom 17.08.2010
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Marek Miert hat Angst vorm Zahnarzt!

Marek Miert kann sich kaum die Butter auf dem Brot leisten. Er hat keine Aufträge, und nun haben noch drei Konkurrenten – unter ihnen ein Franchise-Betrieb von Pinkerton's – ihr Büro im heimischen niederösterreichischen Harland eröffnet. Marek Miert ist starrköpfig, kauzig und dank seiner Körpermasse kaum zu übersehen. Er müsste nicht i...

Rezension zu »Die Hungrigen und die Satten« von Timur Vermes

Die Hungrigen und die Satten

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Rezension vom 26.10.2018
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Sie laufen und laufen und laufen

Eins muss man Timur Vermes lassen: Er hat einen zuverlässigen Instinkt, große Themen aufzuspüren, die den Leuten am Herzen liegen und über die sie gerne und kontrovers diskutieren. War es vor sechs Jahren der wieder­erwachte Nazi-Kult, sind es jetzt »die Flüchtlinge«. Als nächstes käme vielleicht »die Altersarmut« in Betracht oder »die...

Rezension zu »Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod« von Gerhard Jäger

Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

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Rezension vom 08.05.2017
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Sprache: de · Herkunft: de

Die Hexe, die Hinterwäldler, der Historiker und sein Cousin

Der Winter 1951/52 war ein meteorologischer Sonder­fall, der in den Alpen Hunderte von Menschen­leben forderte. Zwischen November und Januar schneite es tage­lang und heftig, die gewal­tigen Schnee­mengen gingen als unbe­rechen­bare, tod­bringende Lawinen in die Täler ab. Die Bewohner der Berghöfe, im Winter ohne&s...

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