Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung« von Valentina D'Urbano

Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung

von


Rezension vom 28.03.2015
2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Ohne Illusionen

Am 24. Juni 1987 wird Alfredo beerdigt. Als Beatrice die volle Kirche betritt und mit einer Sonnenblume in der Hand nach vorn zum Sarg schreitet, folgen ihr alle Blicke. Sie legt die Blume ab, küsst das Holz dort, wo Alfredos Kopf liegen muss, nimmt in der vordersten Bankreihe Platz und verfolgt reglos die To­ten­mes­se. Doch Don Antonios Worte...

Rezension zu »Montedidio« von Erri de Luca

Montedidio

von


Rezension vom 14.11.2012
9 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Vom Fliegen über Neapels Dächern

Der Ich-Erzähler ist dreizehn, hat fünf statt der obligatorischen drei Schuljahre hinter sich, zählt nun als Mann und kann Geld verdienen. Er hilft Errico, dem Schreiner, der ihm aus der Zeitung vorliest, und lernt bei ihm, geschickt, ordentlich und lebenstüchtig zu werden. In einer Ecke der Werkstatt sitzt der alte Don Rafaniello, ein nordoste...

Rezension zu »Murmelbrüder« von Michela Murgia

Murmelbrüder

von


Rezension vom 22.11.2014
2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Wir halten zusammen

Blut sei dicker als Wasser, weiß der Volksmund. Aber wie das Leben lehrt, sind fa­miliäre Bindungen nicht zwingend stark und dauerhaft. Die sardische Schrift­stel­le­rin Michela Murgia setzt dagegen Freundschaften, die in der Kind­heit ent­ste­hen und die Menschen bis ins Erwachsenenalter zu­sam­men­schwei­ßen. Sie denkt an gemeinsame...

Rezension zu »Romeo und Julia in Vigata« von Andrea Camilleri

Romeo und Julia in Vigata

von


Rezension vom 25.02.2015
1 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Burlesken mit zartem Biss

Eine von Andrea Camilleris Spezialitäten ist es, die Menschen seiner si­zi­lia­ni­schen Heimat mit wenigen, präzisen erzählerischen Pinselstrichen zu cha­rak­te­ri­sie­ren. Er setzt sie dazu in wunderbare kleine Hand­lungsrahmen – wobei des Autors Fundus an fan­ta­sie­vol­len, originellen Plots unerschöpflich scheint. Fast im­m...

Rezension zu »Schilf im Wind | Canne al vento« von Grazia Deledda

Schilf im Wind | Canne al vento

von


Rezension vom 03.01.2013
7 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

»Die Deledda hat alles von uns Sarden begriffen«

Was Mintonia, die Protagonistin aus Salvatore Niffois großartigem Roman »Die barfüßige Witwe«, von ihrem Mentor Tziu Imbece hört, wird 1926 auch das Stock­holmer Komitee gewusst haben, das der Autorin Grazia Deledda (1871-1936) den Nobel­preis für Literatur zusprach, »für ihre von Idealismus getragenen Werke, die mit Anschau­lich­keit ...

Rezension zu »Schwarze Seelen« von Gioacchino Criaco

Schwarze Seelen

von


Rezension vom 20.07.2016
2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Um die Zukunft betrogen

Dunkel sind die wilden Bergregionen des kalabrischen Aspromonte. Im äußersten Süden des italie­nischen Stiefels, zwischen den Städten Catan­zaro und Reggio Calabria, dem Tyrrhe­nischen und dem Ionischen Meer erhebt sich dieser Gebirgs­zug bis auf fast zwei­tausend Meter Höhe. Die Natur ist in einem ausge­dehnten National­park unter Schu...

Rezension zu »Schwestern« von Marcello Fois

Schwestern

von


Rezension vom 11.09.2015
2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Getrennte Wege, geteilte Orte

Ernesto Cappello ist verstorben. Er hinterlässt zwei Töchter, die Zwillinge Ales­sand­ra und Ma­ri­nel­la. Um genau zu sein, hat er sie schon ›hin­ter­las­sen‹, als er sich vor vierzig Jahren auf und davon machte, ohne Angabe von Gründen. Da waren die beiden Mäd­chen acht, eine von ihnen tod­...

Rezension zu »Streng vertraulich« von Andrea Camilleri

Streng vertraulich

von


Rezension vom 26.02.2011
4 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen

1929 - Im beschaulichen sizilianischen Vigàta soll in den nächsten Tagen ein junger Mann eintreffen. Er möchte an der Bergbauschule studieren und mit Diplom abschließen. Schon vor seiner Ankunft laufen sämtliche Drähte heiß. Das Außenministerium schickt am 20. August einen Brief mit näheren Informationen über den zukünftigen Schüler an ...

Leseeindruck zu »Tödliches Requiem« von Paolo Roversi

Tödliches Requiem

von


Leseeindruck vom 06.06.2011
noch unbewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Radeschi, der rasende Reporter

Das Wetter ist sowas von usselig in Mailand: Kälte, Regen, Smog im Dezember. Aber nichts kann die Prominenz davon abhalten, am Ereignis des Jahres teilzunehmen. In der Mailänder Scala wird die Aida aufgeführt, und niemand, der Rang, Namen, Geld und Schönheit besitzt, darf auf diesem Jahrmarkt der Eitelkeiten fehlen. Ein Polizeiaufgebot sorgt da...

Rezension zu »Tödliches Requiem« von Paolo Roversi

Tödliches Requiem

von


Rezension vom 17.07.2011
noch unbewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

»Select. Zucchero. Play. Donne«

»Tödliches Requiem« ist Paolo Roversis zweiter Kriminalroman. Während der erste, »Die linke Hand des Teufels«, auf dem Land mit herrlichen, liebenswürdigen, teils trotteligen Figuren spielte, ist unser Protagonist Enrico Radeschi mit seiner gelben Vespa bei seinem neuen Einsatz in der Großstadt Mailand unterwegs. Wo hat er nur Gatsby, sein ...

Keine weiteren Seiten vorhanden

Go to Top