Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Un sabato, con gli amici« von Andrea Camilleri

Un sabato, con gli amici

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Rezension vom 24.01.2013
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Der lange Atem der Kindheit

Ist das tatsächlich ein »Camilleri«? Wo ist das sizilianische Flair, wo der Dialekt, wo sind die komödiantischen Einlagen? Der Autor hat sich hier einem un­ge­wohn­ten Sujet zugewandt, einer Art psychologischem Kammerspiel für sieben Akteure. Entstanden ist nicht das beste, sicher aber das herbste Buch dieses immens produktiven und vielseit...

Rezension zu »La terra del sacerdote« von Paolo Piccirillo

La terra del sacerdote

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Rezension vom 25.05.2014
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Den Armen der Krake entkommen

Im Morast eines verdreckten Käfigs vegetiert eine junge Frau in Lumpen, um sie herum Hühner, Gänse, Kaninchen. Seit drei Jahren wird Flori schon fest­ge­hal­ten an diesem unwürdigen, tristen Ort fern der Zivi­lisation. Gigino und seine Frau, die beiden mitleidlosen Alten im Haus, müssten verhungern, be­kä­men sie nicht eine monatliche Z...

Rezension zu »La mammana« von Antonella Ossorio

La mammana

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Rezension vom 15.08.2014
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Von Sternen und Menschen

Lucina ist »un capolavoro del creato« – bildhübsch, klug, geschickt und stark. Schon als Kind erkennt sie ihr natürliches Talent; ihre Tante Lena schult es be­hut­sam zu einem Beruf: Sie wird Hebamme, eine »mammana«. Frauen, die ein un­ge­bo­re­nes Leben zur Welt bringen, aber auch nehmen können, standen im engstirnigen Volksglauben ...

Rezension zu »La briscola in cinque« von Marco Malvaldi

La briscola in cinque

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Rezension vom 10.05.2012
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Derrick in Toscana

Der junge Mann hat's schwer, nachdem er an diesem frühen Augustmorgen aus der Diskothek schwankt. Zwar hat er's gerade noch geschafft, sein Auto in Gang zu setzen und den Nachhauseweg einzuschlagen, doch als ihn seine übervolle Blase auf einen Parkplatz und zu Fuß an den Müllcontainer dort treibt, schauen ihm aus dessen Innerem die toten Augen ...

Rezension zu »Le nostre vite senza ieri« von Edoardo Nesi

Le nostre vite senza ieri

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Rezension vom 04.08.2013
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Italiens Unternehmergeist reaktivieren

Die norditalienische Stadt Prato war noch bis in die 1990er Jahre die Hochburg der renommierten italieni­schen Textilindustrie. Hier wurden Seide und andere edle Materialien zu hoch­wer­tigen Produkten verar­beitet, die handwerklich und stilistisch weltweit Maßstäbe setzten. Mit der Glo­ba­li­sie­rung verfielen Preise, Kaufkraft und Quali...

Rezension zu »Sulla faccia della terra« von Giulio Angioni

Sulla faccia della terra

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Rezension vom 01.03.2015
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Eine Insel der Hoffnung

Wohin fliehen, wenn in kriegerischen Zeiten Lebens­ge­fahr droht? Dahin, wo Krank­heit und Tod woh­nen. Des­halb zieht es Man­nai Mu­re­nu auf die In­sel der Aus­sät­zi­gen. Dort­hin wird ihn kei­ner der Pi­sa­ner ver­fol­gen, die San­ta Gia nach Mo­na­ten der Belagerung zer­stört, seine Ein­woh­ner ge­tö­tet, als Ru­d...

Rezension zu »Ti prendo e ti porto via | Fort von hier« von Niccolò Ammaniti

Ti prendo e ti porto via | Fort von hier

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Rezension vom 12.02.2012
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Pietro, seine Lehrerin und der Frauenheld

Der realistischste und komischste von Ammanitis Chaoten-Romanen. Lauter Möchtegern-Helden und -Ca­sanovas mit den aberwitzigsten Ideen im Kopf – die sie dann auch noch durchziehen zu können glau­ben. Natürlich geht alles schief, was schief­ge­hen kann. Lesenswert auch wegen Ammanitis un­nach­ahm­lich präzisen Dialogen und knappem Stil,...

Rezension zu »Maruzza Musumeci« von Andrea Camilleri

Maruzza Musumeci

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Rezension vom 13.06.2012
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Der Garten der Sirene

Dies ist der erste Teil einer Roman-Trilogie. Die Handlung beginnt im Januar 1890, als Gnazio Manisco aus Amerika nach Vigàta zurückkehrt. 25 Jahre zuvor war er ausgewandert, um dem Alleinsein zu entfliehen. Seine einzige Begabung - Bäume pflanzen zu können - hatte ihm in New York gleich Arbeit verschafft. Seine Ersparnisse, dazu das Geld, das ...

Rezension zu »Doppio cielo« von Giulio Angioni

Doppio cielo

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Rezension vom 24.08.2015
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Helden der Finsternis

Luisu (sardisch für Luigi) ist fünfzehn und kennt noch nicht viel von der Welt außerhalb von Fraus, einem fiktiven Landstädtchen im Südwesten Sardiniens, wo nur Kranke in einem Bett schlafen und noch niemand eine Toilette mit Wasserspülung benutzt hat. Aber wissbegierig ist er: »Lui è uno che sa bene di cose di campagna, di annate e di stag...

Rezension zu »Albergo Italia« von Carlo Lucarelli

Albergo Italia

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Rezension vom 23.07.2014
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Carabinieri d’Africa – Spannung, Exotik, Sprachgenuss

Das neue »Albergo Italia« in Asmara (Eritrea) soll Größe und Kultur der Ko­lo­nial­macht verkörpern, deren stolzen Namen es trägt. An nichts wurde gespart, damit seine illustren Gäste ihren Tätigkeiten in exklusiver Umgebung nach­ge­hen können. Doch schon am Tag der offiziellen Eröffnung fällt – neben einem heftigen Hagelschauer ...

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