Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Accabadora« von Michela Murgia

Accabadora

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Rezension vom 11.02.2010
67 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: it · Herkunft: it

Geburt und Tod, Handeln und Schicksal in Sardinien

Dies ist ein wunderbar runder, poetisch dichter Roman, der ergreifende Lebensge­schichten mit nichts weniger als existen­ziellen Problemen verwebt: Geburt und Tod, Handeln und Schicksal. Den Boden, auf dem sich all dies vollzieht, bilden die eigentümlich anmutenden Traditionen Sardiniens, die, gewachsen in Jahrhun­derten der bitterarmen Hirten...

Rezension zu »Io e te« von Niccolò Ammaniti

Io e te

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Rezension vom 27.06.2011
6 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: it · Herkunft: it

Lorenzo wird enttarnt

Mit seinem neuesten Roman "Io e te" - im März 2012 bei Piper auf Deutsch und auch als Hörbuch, gelesen von Hans Löw, erschienen - führt Niccolò Ammaniti uns wieder in die Innen- und Außenwelt eines empfindsamen, intelligenten, nachdenklichen Vierzehnjährigen, der sich in einer schwierigen Lage bewähren muss. Lorenzo wächst in einer wohlhab...

Rezension zu »Übersicht Montalbano – die Kriminalromane und Kurzgeschichten« von Andrea Camilleri

Übersicht Montalbano – die Kriminalromane und Kurzgeschichten

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Rezension vom 30.12.2012
7 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Sicilianità im Kriminalroman

Seinen eigentlichen Durchbruch als Autor erlebte Andrea Camilleri erst als fast Siebzigjähriger, nachdem 1994 sein erster Roman über den Kommissar Salvo Montalbano erschien: »La forma dell'acqua« (»Die Form des Wassers«). Davor hatte Camilleri sein Leben lang als Schriftsteller, Journalist, Regisseur und Hochschullehrer gearbeitet. Seine brei...

Rezension zu »Io non ho paura« von Niccolò Ammaniti

Io non ho paura

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Rezension vom 11.12.2012
7 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: it · Herkunft: it

Verlorene Unschuld

Michele, eins der Kinder eines gottverlassenen armen Dorfes in Apulien, ent­deckt in einem abgedeckten Erdloch bei einem verfallenen Bauernhaus einen zarten, blassen Knaben, angekettet, verschüchtert, ver­dreckt und sprachlos. Erst hält er ihn für eine Art Gespenst, so körperlos und blutleer wirkt das verhärmte Kind auf ihn. Bei erneuten Bes...

Rezension zu »Il sorriso di Angelica« von Andrea Camilleri

Il sorriso di Angelica

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Rezension vom 02.12.2012
2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Der rasende Salvo

Als Salvo Montalbano einst in Vigàta die Schulbank drückte, besprach man in seinen Italienischstunden auch Ludovico Ariostos Versepos von ca. 1516, "Orlando furioso", den "Rasenden Roland". Eine Begebenheit darin hat den Sechzehnjährigen besonders beeindruckt: Als Roland am Hofe seines Onkels die bezaubernde chinesische Prinzessin Angelica erbli...

Rezension zu »Padre padrone« von Gavino Ledda

Padre padrone

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Rezension vom 04.02.2010
10 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Emanzipation aus der Steinzeit

Dies ist ein autobiographischer Roman über eine erschütternd harte Kindheit und Jugend in einem archai­schen Sardinien der Hirten: Was anmutet wie Steinzeit, trug sich erst »kürzlich« zu – zwischen 1938 (Leddas Geburtsjahr) und ca. 1970. Schauplatz ist das Dorf Siligo im hügeligen Nordwesten Sardiniens (Provinz Sassari), vor allem aber die...

Rezension zu »Noi due oltre le nuvole« von Massimo Cacciapuoti

Noi due oltre le nuvole

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Rezension vom 08.04.2014
1 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Engel im Inferno

Nica ist ein sympathisches Mädchen, umgänglich, vernünftig, offen und herzlich mit ihren Eltern; in der Schule bringt sie nur gute Noten. Doch ihre Mama Lidia di Fiore macht sich fort­wäh­rend Sorgen um ihre Fünfzehnjährige. Ihre Kleidung ist ihr gleichgültig, sie schminkt sich nicht, will nicht aus­ge­hen, hat keine Freun­de, fühlt si...

Rezension zu »Il casale« von Francesco Formaggi

Il casale

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Rezension vom 04.06.2014
3 x als hilfreich bewertet · mit 1 Kommentaren
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Francesco schliddert ins Verderben

Francesco schwant nichts Gutes. Die Fahrt über enge Sträßchen durch die liebliche Land­schaft in flir­ren­der Som­mer­hit­ze strengt ihn an. Lieber würde er die wohl­tu­en­de Leere der Stadt ge­nie­ßen. Aber Giu­lia, mit der er seit einem halben Jahr zu­sam­men­lebt, war be­geis­tert, als zia Ester und zio Franco sie für ein ...

Rezension zu »Un posto anche per me« von Francesco Abate

Un posto anche per me

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Rezension vom 26.11.2013
4 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Durch die Nacht mit ... Peppino

Was hat es bloß mit diesem Kerl auf sich, der da mitten in der Nacht auf der letzten Bank des Autobusses kauert und vor sich hin murmelt? Was hat er in seinen Plastiktüten? Und wer ist Marisa, zu der er zu spre­chen scheint? Fragen wie diese brennen uns beim Lesen auf den Lippen und sorgen dafür, dass wir das Buch nicht aus der Hand legen, ehe ...

Rezension zu »Resto qui« von Marco Balzano

Resto qui

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Rezension vom 19.04.2018
2 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
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Lauter verlorene Schlachten

An diesem Kirchturm fährt keiner vorbei, ohne anzuhalten und ein paar Fotos zu machen. Nicht seine schlichte Architektur noch sein Alter (fast sieben Jahrhun­derte) lässt die Touristen auf die Bremse treten, sondern seine frappie­rende Unvoll­ständig­keit. Nicht weit vom Ufer des Reschen­sees ragt nur seine obere Hälfte mit dem simplen Spi...

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