Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Im Café der verlorenen Jugend« von Patrick Modiano

Im Café der verlorenen Jugend

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Rezension vom 02.06.2012
11 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: fr

Ein überschaubares Leben

Das Cover dieses Büchleins führt uns nicht schlecht in die Irre. Es zeigt eine Abschiedsszene mit Sechziger-Jahre-Flair: Ein junges Paar, vielleicht am Bahnsteig stehend, küsst sich innig; die Frau hat einen rotbeschuhten Fuß angehoben, spielerisch leicht nach hinten abgewinkelt; daneben warten zwei altmodische Koffer in Pastellfarben; sp...

Rezension zu »Damit du dich im Viertel nicht verirrst« von Patrick Modiano

Damit du dich im Viertel nicht verirrst

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Rezension vom 18.08.2015
5 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: fr

Fluch und Segen des Vergessens

Atemlos liest man den neuen Roman von Patrick Modiano, Nobelpreisträger 2014. Der Reiz, anfangs harmlos »wie ein Insekten­stich«, entpuppt sich als Entzündung, schmerzt, breitet sich im ganzen Körper aus. Was sich vorder­gründig als spektakulärer Kriminalfall entwickelt, den Leser mit immer neuen Details nicht zur Ruhe komm...

Rezension zu »Knapp am Herz vorbei« von J.R. Moehringer

Knapp am Herz vorbei

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Rezension vom 01.06.2013
6 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: us

Bankräuber mit Herz und Verstand

Ein »Volksheld, weil er mit den Banken auf Kriegsfuß stand«, und »der lite­ra­risch­ste Kriminelle der ame­rikanischen Geschichte« – so ordnet der Autor seinen Protagonisten Willie Sutton ein; schon seine Groß­eltern hatten voller Bewunderung von ihm erzählt. Der SPIEGEL widmete ihm schon 1952 eine Story (»Der Mörder ohne Gesicht«,...

Rezension zu »Zu lieben und zu sterben« von Andrea Molesini

Zu lieben und zu sterben

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Rezension vom 11.02.2013
1 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Verwerfungen in Kriegszeiten

Die großbürgerliche Familie Spada bewohnt, als der 1. Weltkrieg ausbricht, eine standesgemäße Villa in Refrontolo (Veneto). Es ist eine weltoffene, aufgeklärte, aber auch kuriose Sippe. An ihrer Spitze - hierarchisch nicht weniger als hinsichtlich ihrer Spleens - stehen die Großeltern Guglielmo und Nancy. Patriarch Guglielmo ist ein scharfsic...

Leseeindruck zu »Ein Strandkorb für Oma« von Janne Mommsen

Ein Strandkorb für Oma

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Leseeindruck vom 08.06.2011
noch unbewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: de

Jade, mien seuten Deern

Unser Ich-Erzähler Sönke und die Dorfpolizistin Maria erwarten am Hamburger Flughafen die 15-jährige Cousine Jade. Anscheinend hat sie die Maschine verpasst, denn sie können sie unter den Ankommenden nicht ausmachen. Sönke wählt ihre Handynummer, und schon wird klar, dass sie sie nicht erkennen konnten: Aus dem putzigen kleinen Mädel von ein...

Rezension zu »Alle Farben der Welt« von Giovanni Montanaro

Alle Farben der Welt

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Rezension vom 17.09.2013
4 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Abweichung und bitteres Leid

Dieses kleine Büchlein – eine Art Briefroman – erzählt von einem Maler, der Licht und Farben zum Leben erwecken konnte wie kein zweiter, und führt uns doch zurück in eine Zeit, die man ›dunkel‹ nennen muss, wenn man daran denkt, was Menschen angetan wurde, die psychisch krank waren oder von der Norm ab­wichen. Ver­gleichs­weise human...

Rezension zu »Ein Freund aus alten Tagen« von Magnus Montelius

Ein Freund aus alten Tagen

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Rezension vom 03.07.2013
noch unbewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: se

Kalter Krieg im hohen Norden

Sein Universitätsabschluss in Geschichte hat Tobias Meijtens bisher noch nicht viel gebracht. Jetzt arbeitet er als freier Journalist für das Wochenmagazin »7Plus« und hofft auf eine Festanstellung. Die gelegent­lichen Auftragsartikel reichen kaum für einen an­stän­digen Lebensunterhalt. Also schreibt er zu­sätz­...

Rezension zu »Und wieder Februar« von Lisa Moore

Und wieder Februar

von


Rezension vom 25.08.2011
24 x als hilfreich bewertet · mit 1 Kommentaren
Sprache: de · Herkunft: ca

Nie wird sie ihn vergessen

Als die Autorin Lisa Moore 16 Jahre alt war, starb ihr geliebter Vater an einem Schlaganfall. Dieser Verlust prägte ihr ganzes Leben. Hautnah bekam sie mit, wie ihre Familie litt, wie der Schmerz ihr Bewusstsein veränderte, ihre Sinne schärfte und sie Dinge neu wahrzunehmen lehrte – stille Momente des Glücks, aber auch schmerzvolle, tiefe Ver...

Rezension zu »Im Rachen des Alligators« von Lisa Moore

Im Rachen des Alligators

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Rezension vom 24.07.2013
1 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: ca

Colleen rettet, so gut sie kann

Jede Menge Verlierer bevölkern St. John’s, Neufundland, den Schauplatz in Lisa Moores Erstling. Nur die siebzehnjährige Colleen strahlt Positives aus. Wohl­be­hü­tet wächst das Mädchen auf; außer ihrem Stief­vater fehlt ihr nichts. Die Cover-Montage mag ihr Prinzesschen-Image treffen, aber so putzig ist sie nun auch...

Rezension zu »Arturos Insel | L'isola di Arturo« von Elsa Morante

Arturos Insel | L'isola di Arturo

von


Rezension vom 11.03.2013
7 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: it

Ich suche das Glück in weiter Ferne

»Ricerco un bene fuori di me«, singt Cherubino in Mozarts »Figaros Hochzeit« und ahnt, dass er es dort nicht finden wird. Elsa Morante (1918-1985) hat die Stelle dem 6. Kapitel ihres Romans »L'isola di Arturo« (1957) als Motto voran­gestellt. Dieses Buch spielt auf Procida, der spröden Schwester Capris im Golf von Neapel, es stammt von ihr ...

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