Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »L’onore e il silenzio« von Gianni Mattencini

L’onore e il silenzio

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Rezension vom 08.02.2019
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Ein sprechender Leichnam

Clicca qui per la versione italiana di questa recensione. Abgelegen, wild und unwegsam ist das kalabrische Inland. Jahrhun­derte lang waren Dörfer und Natur sich selbst überlassen. Erst die Eisenbahn schuf im letzten Drittel des 19. Jahr­hun­derts Zu- und Durchgänge von Neapel und Bari her nach Reggio Calabria und Sizilien, Nebenbahnen erschl...

Rezension zu »Vita« von Melania G. Mazzucco

Vita

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Rezension vom 04.07.2011
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Un sogno americano – un incubo americano

Mutterseelenallein kommen Vita (9) und Diamante (12) im Jahr 1903 aus ihrem bitterarmen Heimatdorf Tufo di Minturno (Provinz Caserta) auf Ellis Island an. Im Gewirr Tausender armseliger Einwanderungs­williger gelingt es ihnen, sich durch die strengen Kontrollprozeduren zu schmuggeln, so dass sie den Bo­den der Neuen Welt betreten können: New Yor...

Rezension zu »Il Cinghiale che uccise Liberty Valance« von Giordano Meacci

Il Cinghiale che uccise Liberty Valance

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Rezension vom 27.08.2016
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Apperbohr versteht schon

Dies ist wohl das schrägste Stück Belletristik, das seit längerer Zeit in Italien erschienen ist. Beim Premio Strega 2016 eroberte es den vierten Platz. In über fünfzig Kapiteln erzählt hier ein be­gnadeter Fabu­lierer eine ganze Region, entwirft ein paar Dutzend Cha­raktere unter­schied­lichster Couleur, philo­sophiert über Gott und d...

Rezension zu »Accabadora« von Michela Murgia

Accabadora

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Rezension vom 11.02.2010
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Geburt und Tod, Handeln und Schicksal in Sardinien

Dies ist ein wunderbar runder, poetisch dichter Roman, der ergreifende Lebensge­schichten mit nichts weniger als existen­ziellen Problemen verwebt: Geburt und Tod, Handeln und Schicksal. Den Boden, auf dem sich all dies vollzieht, bilden die eigentümlich anmutenden Traditionen Sardiniens, die, gewachsen in Jahrhun­derten der bitterarmen Hirten...

Rezension zu »L’eresia del Cannonau« von Gesuino Némus

L’eresia del Cannonau

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Rezension vom 19.09.2021
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In Telévras ist die Welt in Ordnung

Gibt es so etwas noch bei uns nördlich der Alpen? In Italien sieht man sie nicht selten, die flie­genden Händler, die mit ihren furgoncini von Ort zu Ort fahren, auf dem Markt­platz eine Zeltplane auf­spannen und Leder­waren, Käse, Kleidung, frutta e verdura, Würste oder Krims­krams feil­bieten und regen Zulauf finden. So kommt eines Wint...

Rezension zu »Le nostre vite senza ieri« von Edoardo Nesi

Le nostre vite senza ieri

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Rezension vom 04.08.2013
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Italiens Unternehmergeist reaktivieren

Die norditalienische Stadt Prato war noch bis in die 1990er Jahre die Hochburg der renommierten italieni­schen Textilindustrie. Hier wurden Seide und andere edle Materialien zu hoch­wer­tigen Produkten verar­beitet, die handwerklich und stilistisch weltweit Maßstäbe setzten. Mit der Glo­ba­li­sie­rung verfielen Preise, Kaufkraft und Quali...

Rezension zu »La vedova scalza« von Salvatore Niffoi

La vedova scalza

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Rezension vom 10.09.2011
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Bittere und schwere Kost

Salvatore Niffoi erhielt für seinen großartigen Roman »La vedova scalza« 2006 den Premio Campiello. Fünf Jahre später erschien bei Zsolnay die deutsche Übersetzung, »Die barfüßige Witwe« [› Rezension]. Nachdem ich von der deutschen Ausgabe begeistert war, kaufte ich mir die Originalausgabe, um dem Charakter des Buches über das Sardisc...

Rezension zu »Il venditore di metafore« von Salvatore Niffoi

Il venditore di metafore

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Rezension vom 22.01.2018
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Die Kraft der Wörter

VR – virtual reality – gilt als Meilenstein auf dem Wege zur Digitalisierung unserer Welt. Entgegen dem Trend, künst­liches Erleben als erstrebens­wert zu glorifi­zieren, feiert Salvatore Niffoi mit seinem neuen Buch die uralte, zutiefst menschliche Tradition des münd­lichen Erzählens. Erzählen ist eine Fertigkeit, die wie ein Zauber wi...

Rezension zu »L'ora di pietra« von Margherita Oggero

L'ora di pietra

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Rezension vom 10.12.2011
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Das Mädchen am Fenster

Margherita Oggero erzählt in diesem Roman die Geschichte einer Dreizehnjährigen aus dem Camorra-Gürtel um Neapel, die es nach Norditalien verschlägt, wo sie in der Wohnung einer Tante eingesperrt leben muss. Was hat sie durchgemacht, dass sie in diese Falle geriet? Wie kann man so leben? Wie kommt sie damit zurecht? Die Autorin lässt das Mädc...

Rezension zu »La mammana« von Antonella Ossorio

La mammana

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Rezension vom 15.08.2014
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Von Sternen und Menschen

Lucina ist »un capolavoro del creato« – bildhübsch, klug, geschickt und stark. Schon als Kind erkennt sie ihr natürliches Talent; ihre Tante Lena schult es be­hut­sam zu einem Beruf: Sie wird Hebamme, eine »mammana«. Frauen, die ein un­ge­bo­re­nes Leben zur Welt bringen, aber auch nehmen können, standen im engstirnigen Volksglauben ...

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