Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »XY« von Sandro Veronesi

XY

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Rezension vom 19.06.2011
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Der kristallin-blutrot-eisgetränkte Lebensbaum

Außerhalb des winzigen italienischen Borgo San Giuda im Trentino hat im tiefen Winter ein entsetzliches Massaker an elf Menschen stattgefunden. Der Tag, an dem der Pferdeschlitten pünktlich wie immer auf dem Kirchplatz steht, jedoch ohne seinen Kutscher Beppo Formento und dessen Touristen, wird das Leben der kleinen Gemeinschaft restlos veränder...

Rezension zu »Die Klagen der Toten« von Maurizio de Giovanni

Die Klagen der Toten

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Rezension vom 23.09.2015
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Der Sturz des Professors

Tullio Iovine del Castello denkt an Sisinella und lächelt, bis er auf dem Pflaster auf­schlägt. In der Dun­kel­heit einer un­barm­her­zig heißen Nacht stürzt der Lehr­stuhl­in­ha­ber für Gy­nä­ko­lo­gie an der Kö­niglichen Universität von Neapel aus dem Fens­ter seines Büros im vierten Stock des Poliklinikums. Hat sich der ...

Rezension zu »Das Lächeln der Signorina« von Andrea Camilleri

Das Lächeln der Signorina

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Rezension vom 17.10.2015
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Was klassische Schönheit anrichtet

Als Salvo Montalbano einst in Vigàta die Schulbank drückte, besprach man in seinen Italie­nisch­stunden auch Ludovico Ariostos Versepos von ca. 1516, »Orlando furioso«, den »Rasenden Roland«. Eine Bege­benheit darin hat den Sech­zehn­jährigen besonders beeindruckt: Als Roland am Hofe seines Onkels die be­zaubernde chinesische Prinzessi...

Rezension zu »Meine erste Lüge« von Marina Mander

Meine erste Lüge

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Rezension vom 24.10.2013
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Frühes Leid

Wenn Luca mit seinen knapp zehn Jahren über sich, sein Leben und das um ihn herum nachsinnt, wird ihm klar, dass die Welt der Erwachsenen mit seiner kaum kompatibel ist – diese Menschen sind Lichtjahre ent­fernt von ihm. Was er wahrnimmt, wie er emp­fin­det, das können sie »nicht wissen, weil ihr seid groß.« Mi...

Rezension zu »Die Umkehrung der Liebe« von Maria Paola Colombo

Die Umkehrung der Liebe

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Rezension vom 20.07.2013
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Zwei gegensätzliche Ausnahmecharaktere

Texas Ranger Walker ist verliebt. Das hübsche Mädchen hat er kürzlich am Strand kennengelernt. Erst ha­ben sie ein wenig im Sand gespielt, dann hat sie ihm sogar einen Kuss auf die Wange gegeben. Da hat er beschlossen, sie zu heiraten. Deshalb steht er jetzt in seiner kompletten Uniform bereit, um wieder ans Meer zu fahren und seine Freundin zu...

Rezension zu »Die beste Lage« von Gaetano Capelli

Die beste Lage

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Rezension vom 26.12.2013
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Wein, Weib und Witz

Mitten in der Basilicata ragt auf halbem Weg zwischen Bari und Salerno das majestätische Massiv des Monte Vulture auf. An den Hängen des 1326 Meter hohen erloschenen Vulkans wird bis in 800 Meter Höhe ein Rotwein angebaut, bei dessen bloßer Er­wäh­nung Kenner schon den Korkenzieher zücken: Der Aglianico del Vulture ist eine flüssige Delika...

Rezension zu »Zu lieben und zu sterben« von Andrea Molesini

Zu lieben und zu sterben

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Rezension vom 11.02.2013
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Verwerfungen in Kriegszeiten

Die großbürgerliche Familie Spada bewohnt, als der 1. Weltkrieg ausbricht, eine standesgemäße Villa in Refrontolo (Veneto). Es ist eine weltoffene, aufgeklärte, aber auch kuriose Sippe. An ihrer Spitze - hierarchisch nicht weniger als hinsichtlich ihrer Spleens - stehen die Großeltern Guglielmo und Nancy. Patriarch Guglielmo ist ein scharfsic...

Rezension zu »Der Flüchtling« von Massimo Carlotto

Der Flüchtling

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Rezension vom 18.11.2010
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Zur falschen Zeit am falschen Ort

Massimo Carlotto schreibt zu Beginn seiner Autobiographie "Der Flüchtling" ("Il fuggiasco"), er packe sechsundneunzig Kilogramm Gerichtsakten und andere Dokumente in fünf Holzkisten und deponiere sie im Keller, um sich von seiner eigenen Vergangenheit befreien zu können. Ihr Inhalt dokumentiert achtzehn Jahre, fast die Hälfte seines Lebens. Der...

Rezension zu »Accabadora« von Michela Murgia

Accabadora

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Rezension vom 21.01.2011
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Das Geheimnis der Bonaria Urrai

Sardinien-Lesetipps Ein Bestseller aus Sardinien – der in nichts an die Touristenparadiese der idyllischen Felsbuchten im Norden jener Insel erinnert. Vielmehr führt uns Michela Murgia in eine ärmliche Dorfgemeinschaft und zurück in eine karge Vergangenheit. Die liegt gar nicht so weit zurück – es ist die Mitte des 20. Jahrhunderts – und ...

Rezension zu »Das Leben hält sich nicht ans Alphabet« von Andrea Bajani

Das Leben hält sich nicht ans Alphabet

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Rezension vom 17.11.2016
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Das Große im Kleinen, das Kleine im Großen

Es gibt sie also noch (oder wieder?), die kraftvolle short short story. Mit der Wucht einer Pfeilspitze trifft sie genau den Moment im Leben, der mehr ist, als er scheint. Auf ein, zwei Seiten bekommt der Alltag auf einmal feine Risse, unter vertrauter Ober­fläche klingt es hohl, Schup­pen fallen von den Augen, eine Wahr­heit findet An...

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