Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Stirpe selvaggia« von Eraldo Baldini

Stirpe selvaggia

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Rezension vom 09.01.2017
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Das wilde Leben im Wald - Segen und Fluch

Eraldo Baldini hat ein Genre erfunden. Nachdem sich der heimat­ver­bun­dene Mann, 1952 bei Ravenna geboren, schon immer für die volks­tümlichen Tradi­tionen seiner länd­lichen Region begeistert und wissen­schaft­liche Aufsätze darüber verfasst hatte, begann er in den Neun­ziger­jahren, auch Geschichten und Romane mit dieser Thematik ...

Rezension zu »Il Cinghiale che uccise Liberty Valance« von Giordano Meacci

Il Cinghiale che uccise Liberty Valance

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Rezension vom 27.08.2016
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Apperbohr versteht schon

Dies ist wohl das schrägste Stück Belletristik, das seit längerer Zeit in Italien erschienen ist. Beim Premio Strega 2016 eroberte es den vierten Platz. In über fünfzig Kapiteln erzählt hier ein be­gnadeter Fabu­lierer eine ganze Region, entwirft ein paar Dutzend Cha­raktere unter­schied­lichster Couleur, philo­sophiert über Gott und d...

Rezension zu »L'altro capo del filo« von Andrea Camilleri

L'altro capo del filo

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Rezension vom 31.07.2016
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Aktuell und traditionell

Einhundert Bücher in siebenundfünfzig Jahren, nahezu zwei pro Jahr – welcher Autor hat jemals eine solch un­glaub­liche Produk­tivitäts­rate erreicht – und als Ein­und­neunzig­jähriger fortge­führt? Soeben erschien als Andrea Camilleris Opus 100 der neueste Band seines Best­seller-Abonne­ments, der Serie um den com­missario Salv...

Rezension zu »Morire per una notte« von Giorgio Todde

Morire per una notte

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Rezension vom 08.07.2016
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Die Moderne vor den Toren

Im Januar 1793 nähert sich eine Flotte französischer Kriegs­schiffe der sardischen Haupt­stadt Cagliari und geht außer­halb des Hafens ab­war­tend vor Anker. Was den Caglia­resi jetzt droht, ist allen klar: Belage­rung, Beschuss (bom­barda­mento), Er­obe­rung, eine neue Herr­schaft. So ein Ereignis war für die Sarden nichts Neues. S...

Rezension zu »Il caffè sospeso | Espresso mit Herz« von Luciano De Crescenzo

Il caffè sospeso | Espresso mit Herz

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Rezension vom 29.12.2015
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Vergnügliche Bereicherung

Der Neapolitaner Luciano De Crescenzo (1928 in Santa Lucia geboren und Klas­sen­kame­rad von Bud Spencer) ist in Italien bekannt wie ein bunter Hund. Nach einem In­genieur­studium ver­diente er gut bei IBM, kün­digte den Job aber mit 47 Jahren, um sich ganz der Philo­sophie und der Schrift­stelle­rei zu widmen. Gleich sein erstes Buch »...

Rezension zu »Le inchieste del colonnello Reggiani« von Valerio Massimo Manfredi

Le inchieste del colonnello Reggiani

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Rezension vom 31.07.2015
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Zu flaches Relief

Wohl alle wichtigen Phasen des europäischen Altertums hat der große Historiker und Publizist Valerio Massimo Manfredi studiert und darüber seit den Achtziger Jahren mehr als dreißig Romane, Erzähl- und Aufsatzbände verfasst. Odysseus, Alexander der Große, die Akropolis, Etrusker, Römer und Kelten, aber auch die Staudammkatastrophe des Vajon...

Rezension zu »Una mutevole verità« von Gianrico Carofiglio

Una mutevole verità

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Rezension vom 12.07.2014
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Der Mörder schweigt

Pietro Fenoglio, maresciallo dei carabinieri, hätte allen Grund, sich zu freuen, als sich der Mord an einer zwielichtigen Persönlichkeit quasi von selbst auf­klärt. Eine Nachbarin sah einen jungen Mann mit einer Plastiktüte eilig hin­aus­lau­fen und mit dem Auto da­von­ra­sen; die Zeugin hat nicht nur die Au­to­num­mer notiert, sonder...

Rezension zu »Il pittore« von Gino Marchitelli

Il pittore

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Rezension vom 16.06.2014
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Täter und Opfer im Salento

Clicca qui per la versione italiana di questa recensione. Wie idyllisch dieser Roman beginnt! Das haben wir Touristen doch alle in bes­ter Erinnerung: Der Feri­en­jet gleitet im Landeanflug auf Bari oder Brindisi über »lo spettacolo della costa«; gleich nach der Lan­dung um­fängt uns der war­me Wind des Salento, wir holen den Mietwagen ab...

Rezension zu »Giochi criminali« von Giancarlo de Cataldo, Maurizio de Giovanni, Diego de Silva, Carlo Lucarelli

Giochi criminali

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Rezension vom 12.05.2014
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Neues Spiel, neues Vergnügen

Jeder kennt sie, und – schlimmer noch – sie kennt jeden, und das in- und aus­wen­dig. Denn Emma Blasi ist professoressa di Lettere classiche in pen­sio­ne. Und vor ihrer cattedra del liceo di Tricase zitterte irgend­wann einmal ein jeder, der heute in der Gegend etwas zu sagen hat, ob auf der einen oder der anderen Seite des Gesetzes oder ...

Rezension zu »I sogni belli non si ricordano« von Carlo Verdelli

I sogni belli non si ricordano

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Rezension vom 15.03.2014
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Kein Kinderkram ...

... sondern interessante Literatur findet sich unter dem süßlichen Umschlagbild. Die teaser-Texte (»Perché tutti, davvero tutti, siamo stati bambini.« – »Tu sei tutti i bambini e le bambine di questo libro.«) lassen er­warten, dass Carlo Ver­del­li »i sogni belli« in Erinnerung ruf...

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