Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Er ist wieder da« von Timur Vermes

Er ist wieder da

von


Rezension vom 23.02.2013
35 x als hilfreich bewertet · mit 1 Kommentaren
Sprache: de · Herkunft: de

Germany's next Top-Führer

So ein unfassliches Buch haben Sie und ich noch nicht gelesen. Am 30. August 2011 erwacht ein 56-Jähriger mit verdreckter, nach Benzin stinkender Uniform auf einem Brachgelände mitten in Berlin. Kein Geschützdonner, keine Luft­schutz­sirenen, keine Reichkanzlei, kein Führerbunker, keine Eva, stattdessen von Schmutzfinken beschmierte Häuserw...

Rezension zu »Marina« von Carlos Ruiz Zafón

Marina

von


Rezension vom 15.04.2011
33 x als hilfreich bewertet · mit 8 Kommentaren
Sprache: de · Herkunft: es

Der schwarze Schmetterling

"Marina sagte einmal zu mir, wir erinnerten uns nur an das, was nie geschehen sei" (S. 9) – so beginnt der Erzähler den Roman. Fast am Ende wiederholt er diesen Ausspruch – jetzt im Indikativ: "Wir erinnern uns nur an das, was nie geschehen ist" (S. 319) – er weiß nun, dass Marina Recht hatte ... Der 15-jährige Óscar besucht ein Internat ...

Rezension zu »Ein dunkles Gefühl« von Gabriele Wolff

Ein dunkles Gefühl

von


Rezension vom 10.03.2009
31 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: de

Kein Krimi zum Fürchten

Der Krimi von Gabriele Wolff ist ein ruhiger, leiser Roman. Er erzeugt seine Spannung nicht durch eklige Beschreibungen blutrünstigen Abschlachtens, grausamer Folterungen, widerlicher Vergewaltigungen der Akteure. Auch lebt er nicht in der z. Zt aktuellen Vampir- und Werwolfmanie. Der Sprachstil der Autorin ist gekennzeichnet durch sehr detaillier...

Rezension zu »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry« von Rachel Joyce

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

von


Rezension vom 16.06.2012
30 x als hilfreich bewertet · mit 3 Kommentaren
Sprache: de · Herkunft: gb

Was wirklich zählt im Leben

»Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen«, formulierte schon Matthias Claudius (1740-1815), und wer sich zu Fuß auf eine wochenlange Pilgerreise begibt, erlebt mit Sicherheit Außergewöhnliches. Aber Harold Fry, 65 Jahre alt, hat gar nicht vor zu pilgern; er will nur ein Antwortschreiben an seine frühere Kollegin, die Buchhalterin...

Rezension zu »Vom Ende der Einsamkeit« von Benedict Wells

Vom Ende der Einsamkeit

von


Rezension vom 31.03.2016
29 x als hilfreich bewertet · mit 4 Kommentaren
Sprache: de · Herkunft: de

Die Suche nach dem Konstanten

»Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.« Ein wuch­tiger Roman­anfang von einem Jung­autor. Kann ein Zwei­und­drei­ßig­jähri­ger die Last stemmen, die der Satz mit all seinen Im­plika­tionen ihm vorlegt? Bene­dict Wells kann. Das hat er schon mit seinen drei V...

Rezension zu »Ein untadeliger Mann« von Jane Gardam

Ein untadeliger Mann

von


Rezension vom 12.12.2015
29 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: gb

Eine überfällige Entdeckung

Sir Edward Feathers ver­kör­pert das Ideal­bild ei­nes briti­schen Gentle­man alter Schule. Ein Le­ben in den exoti­schen Weiten des British Em­pire hat ihn ge­härtet, seine Prinzi­pien ge­fes­tigt, ihn ein we­nig ex­zentrisch werden las­sen. Nach Jahrzehn­ten in füh­ren­...

Rezension zu »Die Regenbogentruppe« von Andrea Hirata

Die Regenbogentruppe

von


Rezension vom 28.04.2013
29 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: id

Ein Plädoyer für die Freude am Lernen

Seit 1948 ein UN-verbrieftes Menschenrecht: das Recht auf Bildung. Von den Be­wohnern der »ersten Welt« als Selbstverständlichkeit kaum noch gewürdigt, stößt seine Durchsetzbarkeit in den ärmsten Län­dern der Erde immer noch an Gren­zen. Von seiner Schulzeit erzählt der Autor des Romans »Die Re­gen­bo­gen­truppe«. Kann uns das noc...

Rezension zu »Adams Erbe« von Astrid Rosenfeld

Adams Erbe

von


Rezension vom 07.03.2011
26 x als hilfreich bewertet · mit 3 Kommentaren
Sprache: de · Herkunft: de

Furchtlosigkeit ist die einzig erreichbare Freiheit

Astrid Rosenfelds Roman "Adams Erbe" spielt in zwei Zeitebenen und hat zwei in sich geschlossene Handlungskreise. Die Blutsbande der jüdischen Verwandtschaft verknüpfen beide Teile. Edward Cohen, der in der heutigen Zeit lebt, ist seinem Großonkel Adam, der 1919 geboren wurde, nie begegnet, soll aber, nach allgemeiner Ansicht, sein Ebenbild sein...

Rezension zu »Traumsammler« von Khaled Hosseini

Traumsammler

von


Rezension vom 02.11.2013
25 x als hilfreich bewertet · mit 3 Kommentaren
Sprache: de · Herkunft: us

Die Gnade des Vergessens

Im Winter 2010 erinnert sich Pari an ein liebgewonnenes Ritual ihrer Kindheit. Ihr Vater Abdullah sitzt an ihrem Bett, deckt sie gut zu. Er streicht mit den Fin­gern über ihre Schläfen, sucht »geduldig hinter meinen Ohren und am Hinter­kopf«, zupft »mit Daumen und Zeigefinger« – und plopp, da hat er wieder ei...

Rezension zu »Der Russe ist einer, der Birken liebt« von Olga Grjasnowa

Der Russe ist einer, der Birken liebt

von


Rezension vom 08.02.2012
25 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert
Sprache: de · Herkunft: de

Entwurzelt und heimatlos

Mit der Ich-Erzählerin Mascha erhält Olga Grjasnowas Debütroman "Der Russe ist einer, der Birken liebt" stark autobiografische Züge. Beide sind entwurzelte junge Frauen aus jüdischen Familien und Flüchtlingskinder aus Aserbaidschan, die in Deutschland ihre erste Anlaufstelle finden. Dank ihres bemerkenswerten Talents für Fremdsprachen – si...

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