Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Alte Wunden« von Antonio Manzini

Alte Wunden

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Rezension vom 12.06.2017
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Joints statt Tramezzini

Seit acht Monaten darbt Rocco Schiavone nun schon in dem verhassten, ungast­lichen nord­italieni­schen Provinz­städtchen, in das man ihn straf­versetzt hat. Ringsum nichts als enge, karge, menschen­leere Täler zwischen schroffen Berg­ketten, und auch im grauen Aosta selbst ist, verglichen mit seinem bishe­rigen Dienst­ort Rom, rein gar n...

Rezension zu »Das Glück ist ein Vogerl« von Ingrid Kaltenegger

Das Glück ist ein Vogerl

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Rezension vom 21.11.2017
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Sprache: de · Herkunft: de

Nicht ganz reibungslos

Und das Leben ist eine Maschine. Das scheue Vogerl neigt zum Wegflattern, die Maschine zum Trocken­laufen. Linn und Franz Brand­stätter, beide weit jenseits der 40, haben sich mit beidem abge­funden. Umgeben von alten Möbeln, die »nicht ganz reibungs­los funktio­nierten«, bewoh­nen sie das winzige Anwesen, das ...

Rezension zu »I milanesi ammazzano al sabato« von Giorgio Scerbanenco

I milanesi ammazzano al sabato

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Rezension vom 15.12.2013
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Sprache: it · Herkunft: it

Klassiker des italienischen Kriminalromans

Giorgio Scerbanencos Vater war Ukrainer, seine Mut­ter Italienerin. Er wurde 1911 in Kiew geboren, zog aber 1927 mit der Mutter nach Mailand. Im Ita­lie­ni­schen fühlte er sich immer zu Hause. Nach dem Tod der Mutter 1929 schlug er sich mit den un­ter­schied­lich­sten Gelegenheitsarbeiten durch, aber über den Journalismus fand er schließ...

Rezension zu »La rete di protezione« von Andrea Camilleri

La rete di protezione

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Rezension vom 08.07.2017
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Lob der Besonnenheit

Vier Schwerpunkte hat dieser Montalbano-Krimi, und jeder trägt zum Gelingen des Ganzen sein Quantum an Spannung, kluger Unter­haltung und Nach­denk­lich­keit bei. Als erstes lockt der Autor mit einer nostalgischen Vor­stel­lung: Wie mag das Leben in Vigàta vor sechzig Jahren ausge­sehen haben? Den Anlass liefert ein italie­nisch-schwedi­...

Rezension zu »Der dunkle Ritter: Lojacono ermittelt in Neapel« von Maurizio de Giovanni

Der dunkle Ritter: Lojacono ermittelt in Neapel

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Rezension vom 12.03.2017
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Kleine und große Helden

In Italien ist Maurizio de Giovannis Krimi-Reihe über das neapo­litani­sche Kommis­sariat Pizzo­falcone bereits auf sechs Bände ange­wachsen. Sie fanden großen Anklang bei den Lesern im In- und Ausland und wurden für das Fern­sehen verfilmt (im Frühjahr 2017 auf RAI erstmals ausge­strahlt). Ihr Erfolg beruht wohl nicht zuletzt darauf, d...

Rezension zu »Laufen« von Isabel Bogdan

Laufen

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Rezension vom 28.01.2020
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Ein Schlüsselbuch

Sanft und unscheinbar schleicht sich die heim­tücki­sche Krankheit in das Leben der namen­losen Ich-Erzäh­lerin und ihres Partners, mit dem sie seit zehn Jahren in einer engen Beziehung lebt, gewollt ohne Trau­schein, ungewollt ohne Kinder. Kleine Durch­hänger, Schwierig­keiten, den Tag zu meistern, langsamer emotio­naler Rückzug – da...

Rezension zu »Der Honigbus« von Meredith May

Der Honigbus

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Rezension vom 23.07.2019
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Leben lernen von den Bienen

Die Journalistin Meredith May schreibt für den »San Francisco Chronicle«, und das in anerkannter Qualität (Preis­trägerin des PEN USA Literary Award for Journalism, Nominierung für den Pulitzer-Preis). Nun hat sie ihre Erinne­rungen an ihre schwierige Kindheit in einem auto­biografi­schen Roman ver­öffent­licht, und auch dieses Buch is...

Rezension zu »Il Cinghiale che uccise Liberty Valance« von Giordano Meacci

Il Cinghiale che uccise Liberty Valance

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Rezension vom 27.08.2016
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Apperbohr versteht schon

Dies ist wohl das schrägste Stück Belletristik, das seit längerer Zeit in Italien erschienen ist. Beim Premio Strega 2016 eroberte es den vierten Platz. In über fünfzig Kapiteln erzählt hier ein be­gnadeter Fabu­lierer eine ganze Region, entwirft ein paar Dutzend Cha­raktere unter­schied­lichster Couleur, philo­sophiert über Gott und d...

Rezension zu »Stirpe selvaggia« von Eraldo Baldini

Stirpe selvaggia

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Rezension vom 09.01.2017
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Sprache: it · Herkunft: it

Das wilde Leben im Wald - Segen und Fluch

Eraldo Baldini hat ein Genre erfunden. Nachdem sich der heimat­ver­bun­dene Mann, 1952 bei Ravenna geboren, schon immer für die volks­tümlichen Tradi­tionen seiner länd­lichen Region begeistert und wissen­schaft­liche Aufsätze darüber verfasst hatte, begann er in den Neun­ziger­jahren, auch Geschichten und Romane mit dieser Thematik ...

Rezension zu »Wächter der See« von R. G. Grant

Wächter der See

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Rezension vom 16.08.2018
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Sprache: de · Herkunft: gb

Leuchttürme: Mythos und Ingenieurskunst

Dunkelheit hat für den modernen Menschen ihren Schrecken verloren. Wenn die Sonne untergeht, knipsen wir das Licht an. Wie anders müssen unsere Vorfahren empfunden haben, wenn »the eye of heaven« (Shakespeare, Sonett 18) sich verborgen hatte und Mond und Sterne verhüllt waren. Was blieb dann als Schauder und Gottver­trauen? Das Gefühl hilflo...

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