Rezensionen aktueller Bücher

aus D, A, CH und Italien

Rezension zu »Liparische Inseln« von Thomas Schröder

Liparische Inseln

von


Rezension vom 14.10.2014
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Sprache: de · Herkunft: de

Perfekter Gefährte

Als Reisen noch nicht den Einkauf einer standardisierten Ware von ein­klag­ba­rer Qualität, sondern den kühnen Ausgang des Individuums aus der Naivität seiner lokalen Beschränktheit bedeutete, war die Kon­frontation mit dem Un­be­kann­ten geradezu sinn­stif­tend. Reisend lernte man nicht nur andere Welt­gegen­den kennen, sondern auch...

Rezension zu »Angst« von Dirk Kurbjuweit

Angst

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Rezension vom 21.03.2014
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Sprache: de · Herkunft: de

Der Feind in meinem Haus

Tisch und Stühle sind »am Boden festgeschraubt«, wo Hermann Tiefenthaler, 78, Architekt im Ruhestand, lebt. Sein Sohn Randolph (45) ist traurig, ihn dort »so sitzen zu sehen, in seiner ausgeleierten Hose, die er ohne Gürtel trägt, in seinem verschlissenen Hemd« – und schweigend. Der alte Mann ist nicht im Altersheim...

Rezension zu »bleiben« von Judith W. Taschler

bleiben

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Rezension vom 28.11.2016
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Sprache: de · Herkunft: de

Zu viel Gestaltung

Wenn ein Mensch geht, was bleibt von ihm? Wie war sein Leben? Was hat sein Leben bestimmt – der Zufall, das Schick­sal, eine höhere Macht? Was konnte er selbst lenken, gestalten? Wenn er anders gehan­delt, andere Menschen kennen­gelernt hätte, wäre alles genauso geschehen? Solchen Fragen geht jeder nach. Allge­mein­gül...

Rezension zu »Das Judasbaumtor« von Oya Baydar

Das Judasbaumtor

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Rezension vom 08.01.2013
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Ein Land frisst seine Kinder

Ist es Zufall oder eher Schicksal, dass aus­ge­rech­net diese vier Menschen in Istanbul zu­sam­men­treffen? In einem Zeitraum von zwei Jahren werden sich ihre Wege immer wieder kreuzen. Sie werden sich gegenseitig beeinflussen, zeitweise eine sehr enge Beziehung zueinander aufbauen, um am Ende wieder aus­ein­ander&sh...

Rezension zu »Erinnerungen an einen schmutzigen Engel« von Henning Mankell

Erinnerungen an einen schmutzigen Engel

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Rezension vom 07.09.2012
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Sprache: de · Herkunft: se

Vom Bauernmädchen zur Bordellbesitzerin

Engel sind weiß. Die körperlosen unsichtbaren Wesen umschließen uns mit ihren Flügeln, bieten uns Schutz vor den Unbilden des Lebens. Diese Vorstellung wurzelt tief in unseren christlichen Traditionen. Hanna ist dreizehn Jahre alt und ein folgsames Kind. Warum also spricht ihr Vater Arthur auf dem Totenbett so grausam zu ihr: "Hanna Renström, ...

Rezension zu »Nichts als Erlösung« von Gisa Klönne

Nichts als Erlösung

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Rezension vom 10.11.2011
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Sprache: de · Herkunft: de

Auge um Auge, Zahn um Zahn

Wenn sich jemand "nichts als Erlösung" wünscht, muss er sich in größter existentieller Not befinden. Dafür bieten sich etliche Interpretationen an: Ein Mensch, der Schuld auf sich geladen hat, fürchtet um sein Seelenheil und bittet Gott, dass er ihm "Absolution" erteilen möge. Jesus ist für die Christenheit der "Erlöser" von aller Sch...

Rezension zu »Otranto« von Roberto Cotroneo

Otranto

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Rezension vom 11.06.2011
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Sprache: it · Herkunft: it

Frustrierte Verlockung

Roberto Cotroneo ist Journalist im Kulturressort und Autor etlicher Romane und Essaybände; "Otranto" erschien 1995 als sein zweiter Roman. Schon der monolithische Titel - der Name der weißen Stadt weit unten im Süden Italiens - lockt unwiderstehlich; jeder Reiseführer empfiehlt das Buch als Urlaubslektüre für apulische Strandaufenthalte, jede...

Rezension zu »Nachtauge« von Titus Müller

Nachtauge

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Rezension vom 18.10.2014
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Sprache: de · Herkunft: de

Ungeschoren kommt keiner davon

Gezüchtigt werden sollten sie, die unnachgiebigen Aggressoren. Mit einem Peit­schen­hieb wollten die Bri­ten der deutschen Rüstungsindustrie die Le­bens­grund­la­ge aus der Hand schlagen: ihre Strom- und Wasser­versorgung. Wenn es ihnen gelänge, die Stau­mauern von sechs Talsperren im Ruhrgebiet und Hessen in ...

Rezension zu »Nachsaison« von Philippe Besson

Nachsaison

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Rezension vom 23.12.2009
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Sprache: de · Herkunft: fr

»Nighthawks« – ein literarisches Spiel mit den Figuren

Edward Hoppers berühmtes Bild "Nighthawks" hat Philippe Besson zu einem Roman inspiriert. Er interpretiert das Bild nicht. Er haucht jeder Figur ein Leben ein. Abend für Abend steht Ben, Barkeeper im Phillies, seinen Gästen zu Diensten. Er ist distanziert, zurückhaltend. Er kennt die Schicksale seiner Stammkunden. An der Bar sitzt Louise Cooper...

Rezension zu »Ein besonderer Junge« von Philippe Grimbert

Ein besonderer Junge

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Rezension vom 13.10.2012
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Sprache: de · Herkunft: fr

Zwei besondere Geschichten

Louis verkriecht sich lieber in seine Bücher, als mit anderen Kindern zu spielen. Der stille, introvertierte Junge wächst als wohlbehütetes Einzelkind in einer Familie der Pariser Oberschicht auf. Den Sommer verbringt man im Badeort Horville an der Atlantikküste. Dort lernt Louis Antoine kennen, einen gleichaltrigen, lebhaften, abenteuerlichen ...

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